So trotzt Dresden der eisigen "Elli"

Dresden - Der Freitag war einer dieser Tage, an denen Dresden morgens aus dem Fenster schaute und wohl viele, die zur Arbeit mussten, kollektiv seufzten. Sturmtief "Elli" ließ dicke Flocken fallen. Kein Weltuntergang, aber genug Schnee, um den Alltag ordentlich durcheinanderzuwirbeln.

So ging es wohl vielen Dresdnern. Sie mühten sich durch den Schneesturm.
So ging es wohl vielen Dresdnern. Sie mühten sich durch den Schneesturm.  © Stefan Häßler

Schon am Morgen setzte bei Minusgraden kräftiger Schneefall ein. Bis zum Mittag lagen teils mehr als zehn Zentimeter Neuschnee. Der Winterdienst, seit 4 Uhr morgens mit 44 Fahrzeugen im Dauereinsatz, tat alles, um die Straßen vom Schnee zu befreien.

Besonders betroffen war der Verkehr. Allein zwischen 8 und 13 Uhr zählte die Polizei im Raum Dresden mehr als 40 witterungsbedingte Unfälle. Fahrzeuge rutschten ineinander, krachten gegen Laternen oder landeten in Gräben. "Es ist richtig was los, die Straßen sind extrem glatt", brachte es eine Polizeisprecherin auf den Punkt.

Der öffentliche Nahverkehr kämpfte ebenfalls: Weichen waren zugeschneit, mehrere Bus- und Straßenbahnlinien fielen aus, Fahrgäste mussten sich auf starke Verzögerungen einstellen.

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Außerdem meldeten die DVB am Abend, dass die Autofähre Kleinzschachwitz - Pillnitz bis voraussichtlich Montag außer Betrieb ist.

Der Winterdienst hatte alle Hände voll zu tun.
Der Winterdienst hatte alle Hände voll zu tun.  © Thomas Türpe
Auch der Rettungsdienst kämpfte sich durch den Schnee.
Auch der Rettungsdienst kämpfte sich durch den Schnee.  © Thomas Türpe
Viel mühsame Handarbeit war gefragt.
Viel mühsame Handarbeit war gefragt.  © Thomas Türpe
Hier wusste man sich zu helfen.
Hier wusste man sich zu helfen.  © Stefan Häßler
Am Hauptbahnhof wurde trotz Schneesturm die Oberleitung montiert.
Am Hauptbahnhof wurde trotz Schneesturm die Oberleitung montiert.  © Steffen Füssel
OB Dirk Hilbert (54, FDP) genoss das Winterwetter mit einer Schneeballschlacht.
OB Dirk Hilbert (54, FDP) genoss das Winterwetter mit einer Schneeballschlacht.  © Steffen Füssel

Sehenswürdigkeiten blieben nicht verschont

Einige nutzen die Gelegenheit und packten direkt die Skier aus.
Einige nutzen die Gelegenheit und packten direkt die Skier aus.  © Norbert Neumann

In der Uniklinik machte sich Sturmtief "Elli" bemerkbar. Die Notaufnahme verzeichnet deutlich steigende Patientenzahlen.

"Seit Beginn der Woche beobachten wir ein erhöhtes Patientenaufkommen", sagt Dr. Konrad Kamin, Leiter des Zentrums für Notfallmedizin. Im St. Joseph-Stift hingegen blieb es vergleichsweise ruhig. "Wir spüren nichts von der Wetterlage in der Notaufnahme", bilanzierte Dr. Gunnar Schmutzler, leitender Oberarzt der Notfallambulanz.

Dresdens Sehenswürdigkeiten blieben nicht verschont. Die Frauenkirche wurde aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das Schlösserland Sachsen warnt vor Glätte und Astbrüchen besonders im Großen Garten.

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Doch es geht auch anders. Weil die Dresdner Heide endlich mal wieder so richtig schön im Schnee glänzt, unterbricht die Hofewiese ihre Winterpause spontan. Der Biergarten wird dieses Wochenende geöffnet sein.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel (2)

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