Dresden - Sturmtief "Elli" hat Dresden fest im Griff. In den frühen Morgenstunden fiel erneut kräftig Schnee, und der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt weiterhin vor Glätte.
Am Freitag begann es kräftig zu schneien, und Dresden ist inzwischen weiß bedeckt. Kalte Luft polaren Ursprungs strömt nach Sachsen. In der Nacht ist verbreitet strenger Frost zu erwarten.
Der 2-6 Zentimeter starke Neuschnee sorgt für erhebliche Beeinträchtigungen im Straßenverkehr.
Verkehrsteilnehmer und Fußgänger werden daher dringend gebeten, besonders vorsichtig zu sein und die aktuellen Warnhinweise zu beachten.
TAG24 berichtet im Liveticker über die aktuelle Lage.
10. Januar, 10.45 Uhr: Mehrere Unfälle auf der A17
Auf der A17 bei Dresden hat es am Samstag gleich mehrfach gekracht - die Polizei vermutet, dass die glatte Fahrbahn dafür verantwortlich sein könnte.
In Fahrtrichtung Dresden prallte ein Lkw im Tunnel Coschütz gegen die Tunnelwand. Stunden später verlor ein weiterer Lkw im Autobahntunnel Altfranken in Richtung Prag die Kontrolle, wodurch es zu Unfällen mit zwei weiteren Lastwagen und zwei Pkw kam.
9. Januar, 20.07 Uhr: Dresdner Uniklinikum steht unter Strom
Sturmtief "Elli" hat auch im Dresdner Uniklinikum für spürbar mehr Stress gesorgt. Tagsüber wurden zeitwillig bis zu 30 Patienten gleichzeitig chirurgisch versorgt.
Das teilte das Uniklinikum gegenüber TAG24 mit. Bis 17.30 Uhr gingen insgesamt 65 Fälle ein. "Der Tag verlief den Wetterbedingungen entsprechend herausfordernd, nicht übermäßig und die Kolleginnen und Kollegen der Notaufnahme haben alles gut hinbekommen," heißt es aus der Klinik.
9. Januar, 18.14 Uhr: Autofähre Kleinzschachwitz - Pillnitz auch in kommenden Tagen außer Betrieb
Die Autofähre Kleinzschachwitz - Pillnitz wird wohl bis Montag außer Betrieb sein, melden die DVB auf X.
Als Ersatz diene daher die Personenfähre.
9. Januar, 17.02 Uhr: Unfälle in Dresden sorgen für Straßenbahn-Probleme
Es wird nicht leichter. Jetzt müssen die Dresdner auch noch mit Verspätungen bei den Straßenbahnlinien 3, 6, 7 und 11 rechnen.
Grund dafür ist ein Unfall zwischen der Haltestelle Albertplatz und dem Bahnhof Neustadt, wie die DVB auf X melden.
9. Januar, 16.47 Uhr: Sozialbürgermeisterin Kaufmann ruft zu Solidarität für Wohnungslose auf
Angesichts der aktuellen Wetter-Lage weist die Landeshauptstadt Dresden noch einmal auf bestehende Hilfsangebote für Wohnungslose hin, darunter städtische Schlafplätze, kirchliche Nachtcafés und mobile Kältestreifen.
Sozialbürgermeisterin Dr. Kristin Klaudia Kaufmann betont: "Niemand muss in Dresden draußen übernachten. Die Stadt und ihre Partner helfen gern. Niemand muss sich schämen, die Hilfe anzunehmen. Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt können lebensgefährlich sein. Das extreme Winterwetter macht das Thema dringlicher denn je. Courage und Solidarität sind jetzt gefragt. Jede und jeder kann Wärme spenden — mit Respekt, Achtsamkeit und klaren, einfachen Handlungen: Hinsehen. Ansprechen. Hilfe anbieten oder Einrichtungen informieren."
9. Januar, 16.33 Uhr: Stau auf A4 will kein Ende nehmen
Zwischen Dreieck Dresden-West und Anschlussstelle Ohorn ist noch immer mit Stau und stockendem Verkehr im gesamten Streckenverlauf zu rechnen.
Auf mehr als 25 Kilometern Länge droht rund eine Stunde Zeitverlust.
9. Januar, 16.22 Uhr: Dresden versinkt in aktuellen Video-Sequenzen im Schnee
Auch Dresden ist fest in Sturmtief Ellis Griff.
Aktuelle Videobilder zeigen den Kampf der Menschen gegen den Schnee.
9. Januar, 16.13 Uhr: MP Kretschmer schippt fleißig Schnee
Auch bei Sachsens MP Michael Kretschmer (50) ist die Nachricht, dass es geschneit hat, angekommen.
Auf Instagram gelangt er zu der Erkenntnis: "Es ist Winter!" Zudem will er direkt wissen: "Wer von euch war heute auch schon fleißig Schneeschippen?" Dazu macht der MP in einem Video deutlich, dass er dabei war.
9. Januar, 16.02 Uhr: Hofewiese unterbricht Winterpause wegen Schneefall
Weil die Dresdner Heide endlich mal wieder so richtig schön im Schnee glänzt, unterbricht die Hofewiese ihre Winterpause spontan. Der Biergarten wird am Wochenende, dem 10. und 11. Januar geöffnet.
Mehr Infos unter: "Hofewiese unterbricht Winterpause wegen Schneefall: Das können Besucher alles erwarten".
9. Januar, 15.05 Uhr: Autofähre Kleinzschachwitz - Pillnitz aktuell nicht im Einsatz
Die DVB melden am Freitagnachmittag auf X, dass die Autofähre Kleinzschachwitz - Pillnitz aktuell nicht im Einsatz ist.
Grund dafür sei Treibeis. "Als Ersatz verkehrt die Personenfähre", so die Dresdner Verkehrsbetriebe.
9. Januar, 14.50 Uhr: Flugbetrieb bislang stabil
Trotz Schnee und Minusgraden läuft der Flugbetrieb am Flughafen Dresden ohne größere Einschränkungen.
Wetterbedingte Ausfälle habe es nicht gegeben, teilte der Airport mit. Der Winterdienst sei im Einsatz gewesen, vor einzelnen Starts sei bei Bedarf eine Enteisung erforderlich gewesen. Reisenden wurde dennoch empfohlen, ihren Flugstatus im Blick zu behalten.
9. Januar, 14.26 Uhr: Winterdienst mit voller Besetzung im Einsatz
Seit 4 Uhr morgens ist der Winterdienst der Stadt Dresden mit 44 Fahrzeugen im Einsatz.
Zunächst befreite die Besatzung Strecken mit hoher Priorität vom Schnee - darunter Bundesstraßen, Bussstrecken und Zufahrten zu Krankenhäusern und Feuerwehren - anschließend wurden die Hauptstraßen, Wohngebiete und Busbuchten geräumt.
Je nach Wetterlage wird die zweite Schicht bis in die späten Abendstunden Schnee schieben und streuen müssen.
9. Januar, 14.15 Uhr: Entspannte Lage in Notaufnahmen
"Wir spüren aktuell nichts von der Wetterlage in der Notaufnahme", sagte Dr. Gunnar Schmutzler, der leitende Oberarzt der Notfallambulanz im St. Joseph-Stift, gegenüber TAG24.
9. Januar, 14.09 Uhr: Wetterbedingungen sorgen für weitere Unfälle
"Es ist was los und es gibt Probleme", so eine Polizeisprecherin gegenüber TAG24.
Gegen 12 Uhr kam eine Suzuki-Fahrerin (64) in Schirgiswalde-Kirschau (Landkreis Bautzen) von der verschneiten Straße ab, rutschte mit ihrem Wagen einen Abhang hinunter und knallte gegen einen Streubehälter. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 4000 Euro.
In Steinigtwolmsdorf kollidierte ein Autofahrer mit einem Winterdienst-Fahrzeug. Zuvor war ein Wagen ins Rutschen geraten und steuerte in den Gegenverkehr, woraufhin das entgegenkommende Winterdienst-Fahrzeug abrupt bremsen musste. Ein nachfolgender Verkehrsteilnehmer konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren und fuhr dem Winterdienst hinten rein.
In Großdittmannsdorf hatte sich derweil in LKW-Fahrer festgefahren. Dank der tatkräftigen Unterstützung durch Anwohner konnte der Lastwagen zunächst aus dem Schneeberg befreit werden. Nur wenige Kilometer später fuhr sich der Sattelzug jedoch erneut fest.
9. Januar, 13.41 Uhr: Schneechaos auf A4
Auf der A4 Richtung Görlitz stehen zwischen Ottendorf-Okrilla und Burkau mehrere Laster quer, der Verkehr staut sich laut ADAC auf einer Länge von rund 13 Kilometern.
Autofahrer sollten einen Zeitverlust von mindestens einer Stunde einplanen.
Bereits zuvor hatte es auf der Bundesautobahn gekracht: Gegen 13 Uhr waren ein Auto und ein Lkw kollidiert.
9. Januar, 13:36 Uhr: Viele Unfälle durch Schnee und Eis
Wie die Polizeidirektion Dresden mitteilte, ereigneten sich allein zwischen 8 und 13 Uhr schon insgesamt 41 Unfälle im Zuständigkeitsbereich, die auf die winterlichen Straßenverhältnisse zurückzuführen sind.
Fahrzeuge schlitterten dabei nicht nur ineinander, sondern auch gegen Straßenlampen, Verkehrsschilder und in Straßengräben.
Auf der Meißner Straße rutschte beispielsweise eine 43-Jährige mit ihrem Huyndai i30 auf einen VW Transporter, der an einer roten Ampel stand. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 4000 Euro. Ein Mercedes Atego krachte auf der Altenberger Straße im Dohnaer Ortsteil Köttewitz gegen einen Werbeanhänger, der sich auf einer Wiese befand. In Helmsdorf (Stolpen) verursachte eine 27-jährige Audifahrerin für einen Schaden von 1500 Euro, als sie beim Rechtsabbiegen gegen ein Geländer fuhr.
Die Polizei rät allen Autolenkern vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Zudem sollten die Fahrzeuge die geeignete Bereifung haben.
9. Januar 12.22 Uhr: Schlosspark Rammenau wetterbedingt geschlossen
Das Schlösserland Sachsen, mahnt Besucher der Schlösser, Burgen und Gärten zur Vorsicht. Die Wetterlage bringt überfrierende Nässe mit sich, die in den Anlagen glatte Wege verursachen kann. Aufgrund der Schneemengen drohen auch Astabbrüche. "Dessen sollten sich besonders Gäste des Großen Gartens Dresden bewusst sein", heißt es in einer Mitteilung.
Der Schlosspark des Barockschlosses bleibt aus diesen Gründen vom 9. bis einschließlich 11. Januar wetterbedingt geschlossen.
Alle anderen Anlagen haben zunächst aber geöffnet.
"Unsere Besucher müssen sich jedoch darauf einstellen, dass es kurzfristig zu Schließungen kommen kann und können sich auf unserer Internetseite darüber informieren", erklärt Schlösserland-Sprecherin Anita Radicke.
9. Januar, 10.47 Uhr: Frauenkirche bleibt heute zu
Aufgrund von Sicherheitsbedenken bleibt die Dresdner Frauenkirche am Freitag geschlossen. Betroffen sind davon auch der Kuppelaufstieg und der Ticketservice (Georg-Treu-Platz 3).
"Dies dient der Sicherheit unserer Gäste und unseres Personals", so ein Sprecher.
9. Januar, 10.11 Uhr: Neuschnee macht Dresdner Linienverkehr zu schaffen
Der Neuschnee führte in der Landeshauptstadt schon zu einigen Komplikationen. Wie die Dresdner Verkehrsbetriebe auf "X" mitteilten, gab es am Vormittag bereits mehrere technische Störungen, Umleitungen und Ausfälle.
So wurden die Linien 91 und 93 bis auf Weiteres aufgrund der Wetterbedingungen eingestellt. Auch der Bus 61 in Richtung Fernsehturm und die Linie 90 fallen wegen Glatteis aus.
Fahrgäste müssen sich auf "starke Verzögerungen" im gesamten Verkehrsnetz einstellen.
Vor Fahrtbeginn sollte man seine Verbindung auf der Website der DVB prüfen, dort werden aktuelle Änderungen mitgeteilt.