Dresden - Gleich eine ganze Siedlung steht zum Verkauf: Am nördlichen Stadtrand von Dresden soll das Feriendorf Langebrück den Eigentümer wechseln. Im Internet ist die Anlage derzeit zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben.
Zwei Teilflächen mit insgesamt rund zwei Hektar werden dort als Gewerbeobjekt angeboten. Auf dem Gelände am Dörnichtweg, das um 1980 errichtet wurde, befinden sich unter anderem mehrere Beachvolleyballfelder, ein Sanitärtrakt, Wirtschaftsgebäude, eine Mehrzweckhalle sowie 24 urige Finnhütten, die als Schlafplätze genutzt werden.
In der Vergangenheit geriet das Areal auch politisch in den Fokus: Laut Medienberichten untersagte die Stadt 2023 auf dem Gelände ein geplantes Konzert der im Zuge von Corona bekannt gewordenen Querdenker-Szene.
Ein öffentlich bestellter Sachverständiger aus Radebeul beziffert den Verkehrswert der beiden Teilgrundstücke in zwei Gutachten auf insgesamt 251.000 Euro.
Vom Betreiber des Feriendorfs war auf telefonische Anfrage keine Stellungnahme zu den Hintergründen der Zwangsversteigerung zu erhalten. Dabei steht der Termin bereits fest: Am 2. Februar soll das Objekt am Amtsgericht Dresden unter den Hammer kommen.
"Eine Zwangsversteigerung wird in der Regel dann beantragt, wenn ein Gläubiger gegen den Eigentümer eine offene Geldforderung hat", teilte das Amtsgericht auf Anfrage mit. Ein Sprecher des Gerichts erklärte gegenüber TAG24, dass der Versteigerungstermin nach aktuellem Stand stattfinden werde.