Vom Bürojob zum eigenen Boss: Zwei junge Dresdner wagen den Schritt

Dresden - Mutig, jung, selbstständig: Zwei junge Dresdner berichten ehrlich, wie machbar der Schritt zum eigenen Unternehmen wirklich ist.

Jacob Kraus (29, l.) und Florian Rütz (27) wollen das Fahrrad-Leasing mit dem "DienstradFinder" vereinfachen.
Jacob Kraus (29, l.) und Florian Rütz (27) wollen das Fahrrad-Leasing mit dem "DienstradFinder" vereinfachen.  © Louis Michel

Florian Rütz (27) und Jacob Kraus (29) lernten sich vor einigen Jahren während ihres Medieninformatik-Studiums an der DHSN (Duale Hochschule Sachsen) kennen. Seitdem sind sie nicht nur privat, sondern neuerdings auch im Berufsleben unzertrennlich.

Letztes Jahr wagten die beiden einen wichtigen Schritt in ihrem Leben: Sie wurden Gründer.

Ihre Idee? Menschen zum passenden Dienstrad verhelfen. Kurz gesagt: Die meisten Angestellten haben die Möglichkeit, ein Fahrrad über ihren Arbeitgeber zu beziehen. Die Gründer vereinfachen diesen Prozess.

Wempe-Millionärin zu Besuch in Dresden in ihrem eigenen "Grünen Gewölbe"
Dresden Wirtschaft Wempe-Millionärin zu Besuch in Dresden in ihrem eigenen "Grünen Gewölbe"

"Das ist ein Benefit, welches vom Arbeitgeber angeboten wird", stellt Jacob klar - also einfach mal beim Chef nachfragen schadet nicht. Dabei entsteht eine monatliche Leasing-Rate, die vom Bruttogehalt abgezogen wird ... und das ist oft günstiger als man denkt.

Mit dem Portal "Dienstrad-Finder.de" wollen Florian und Jacob Menschen den Weg zum neuen Fahrrad erleichtern und individuelle Angebote übersichtlich vergleichen. "Die meisten Leute holen sich ein Fahrrad über dieses Modell, weil es günstiger ist, als ein Direktkauf."

Die Nutzung des Rades ist dabei egal. Ob man damit zur Arbeit fährt, es mit in den Urlaub, oder gar auf eine Mountainbike-Strecke nimmt, ist dabei jedem selbst überlassen.

Wie gut klappt das Gründen in Dresden?

Hilft die Stadt Dresden (jungen) Gründern bei ihrer Umsetzung?
Hilft die Stadt Dresden (jungen) Gründern bei ihrer Umsetzung?  © 123RF/animaflorapicsstock

Die Idee für das Unternehmen hatte Florian, als er mit den Hürden des Preisvergleichs für Diensträder konfrontiert wurde.

Doch wie verlief bei den Dresdnern der Weg von der Gründer-Idee zur Umsetzung?

Florian und Jacob haben sich vergangenes Jahr erfolgreich für das TGS ("Technologiegründungs-Stipendium") der SAB beworben. Dabei bekommt man ein Jahr lang ein monatliches Grundgehalt, um den Fokus voll auf das Start-up legen zu können.

Kommt die Lösung näher? So steht es um den Flughafen Dresden
Dresden Wirtschaft Kommt die Lösung näher? So steht es um den Flughafen Dresden

"Das ist keine Förderung in das Unternehmen, sondern in uns als Person", erklärt Jacob. Heute wissen sie: Bei der Wahl der passenden Förderung hätten sie sich am Anfang mehr Zeit nehmen sollen. Es gibt nämlich zahlreiche Möglichkeiten.

Hilft denn die Stadt Dresden jungen Gründern genug? "Ja! Dresden, oder allgemein Sachsen, hat viele Möglichkeiten", findet Jacob. Florian lobt vor allem die kostenfreie Fördermittelberatung der Stadt Dresden. "Sie nehmen sich viel Zeit für dich", betont er.

Zum Schluss stellen die beiden noch etwas klar: Wer annimmt, dass Start-Up-Unternehmer direkt viel Geld verdienen ... das ist jedoch nur selten der Fall. Und der Weg dahin nimmt viel Zeit und Ausdauer in Anspruch.

Titelfoto: Bildmontage: Louis Michel; 123RF/animaflorapicsstock

Mehr zum Thema Dresden Wirtschaft: