30 Millionen Doppelbrötchen - 30 Jahre "Dresdner Backhaus"

Dresden - Hier bäckt sich der Jubilar die Geburtstagstorte selbst! Herzlichen Glückwunsch: Das Dresdner Backhaus feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen.

Heute wird Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller (55, Mitte) unterstützt von Prokuristen Linda Hanni Müller (31) und Betriebsleiter Tino Gierig (53).
Heute wird Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller (55, Mitte) unterstützt von Prokuristen Linda Hanni Müller (31) und Betriebsleiter Tino Gierig (53).  © Petra Hornig

Die interne Firmenparty schmeißt Chefin Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller (55) erst im November.

Schon am morgigen Samstag sind die Dresdner zum Familien-"Tag der offenen Backstube" (10-17 Uhr) eingeladen.

"Als ich 1993 das Ex-Backwarenkombinat mit meiner Mutter von der Treuhand erwarb, war ich gerade mal 26 Jahre alt. Ich kam direkt vom Studium in New York nach Dresden. Das war ein Kulturschock", erinnert sich Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller, deren Ur-Ur-Großvater Jeremias 1825 in Dresden mit seiner Konditorei den Grundstock für das Unternehmen legte.

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"Ich übernahm das Backhaus mit 27 Mitarbeitern. Heute sind es rund 100 Mitarbeiter, darunter sieben Azubis. Rund 15 Millionen Euro haben wir in 30 Jahren investiert, 2016 den Neubau eingeweiht. Wir betreiben heute sechs Läden."

Rund 30 Millionen Doppelbrötchen wurden in 30 Jahren verkauft und jährlich etwa 40.000 Christstollen.

Multikulti im Café am Backhaus (v.l.): Verkäuferin Laila Mir (28), Koch Zoltan Tanko (41) und Serviceleiterin Aileen Doberenz (35) verstehen sich prächtig.
Multikulti im Café am Backhaus (v.l.): Verkäuferin Laila Mir (28), Koch Zoltan Tanko (41) und Serviceleiterin Aileen Doberenz (35) verstehen sich prächtig.  © Petra Hornig

Die Liebe zum Handwerk

Wo heute der Neubau steht, hatte Chefin Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller ihr Büro 2008 noch in einer Baracke.
Wo heute der Neubau steht, hatte Chefin Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller ihr Büro 2008 noch in einer Baracke.  © Petra Hornig

"1993 haben wir sie noch per Hand in Packpapier eingeschlagen, verschnürt, adressiert und zur Post gefahren", schmunzelt die Backhaus-Chefin.

Heute ist der Versand auf jährlich rund 15.000 Stollen angewachsen. "Geblieben aber ist unsere große Liebe zur Handwerkskunst."

Und die kann am morgigen 3. Juni hautnah erlebt werden - mit einem Blick in die Backstuben.

Titelfoto: Petra Hornig

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