Dresden - Beträchtliche Finanzspritze für den Dresdner Flughafen: Eine Millionensumme macht Sachsen für den angeschlagenen Standort locker.
Wie der MDR aus Wirtschaftskreisen erfahren hat, wurden rund 1,2 Millionen Euro für den Weiterbetrieb der Lufthansa-Verbindung zwischen Dresden und München gezahlt, deren Zukunft zunächst ungewiss war.
Dem Bericht zufolge kam das Geld der Airline aber nicht direkt zugute, sondern über Anreize - etwa durch Nachlässe bei Dienstleistungen.
Auf TAG24-Anfrage bestätigt Flughafen-Sprecher Uwe Schuhart (49) zwar die Summe, es handele sich dabei jedoch um die Restzahlung eines Gesamtbetrags in Höhe von rund 45 Millionen Euro, die dem Unternehmen in 2024/25 als Aufwendungsersatz für Kosten nichtwirtschaftlicher Art (wie beispielsweise den Betrieb der Feuerwehr und die Sicherheit) zur Verfügung gestellt worden seien.
Laut MDR-Informationen ist zudem eine weitere Groß-Zahlung vorgesehen. So wolle Sachsen die Dresdner Flughafenverluste für 2027 bis 2029 allein tragen. In diesem Zusammenhang würden 75 Millionen Euro aufgebracht. Sprecher Schuhart konnte dazu keine Angaben machen.
Hintergrund ist die Ankündigung von Sachsen-Anhalt, sich als zweitgrößter Anteilseigner der Mitteldeutschen Flughafen AG ab 2027 nicht mehr an den Subventionen beteiligen zu wollen.