Dresden - Nach dem Aus der Fahrzeugproduktion im Dezember und der Schließzeit zum Jahresanfang beginnt mit der Wiedereröffnung der Gläsernen Manufaktur (GMD) am heutigen Donnerstag eine neue Ära. TAG24 hat sich die gerade entstehende Erlebniswelt schon einmal angesehen.
Verändert hat sich nicht viel, und doch alles: Die Schritte der Fahrzeugproduktion, die früher für Besucher der Gläsernen Manufaktur erlebbar waren, sind es auch heute noch.
"Wir haben die Produktion nur von bisher zwei auf jetzt einer Ebene konzentriert", sagt Marketing-Leiterin Diana Heinrich (59).
Ob es um die "Hochzeit" geht, also die Verbindung von Karosserie und Antriebsstrang, den Aufbau einer Heckklappe oder einer Tür - der Besucher soll das hautnah miterleben und bei verschiedenen Mitmach-Angeboten sogar selbst Hand anlegen, etwa Lenkung und die Kameras selbst einstellen.
Von der 45-Minuten-Einstiegsführung bis zum zweistündigen "Intensiv-Kurs" ist bei den Themenführungen alles drin.
100.000 Besucher im ersten Jahr erwartet
Die verbliebenen 230 Mitarbeiter werden mit ihrem Fachwissen so zu "Museumsmitarbeitern" der neuen Erlebniswelt. "Das macht den Besuch bei uns künftig besonders. Weil mit unseren Besuchern jemand spricht, der sich auskennt und auch mal eine interessante Anekdote zum Besten gibt", sagt GMD-Chef Martin Goede (59).
Er rechnet im ersten Jahr mit 100.000 Besuchern und rund 100 Events. Parallel dazu sollen 3500 Fahrzeuge ausgeliefert werden, 8000 Probefahrten durchgeführt und etwa 200 Fahrzeuge im Testlabor für autonomes Fahren aufgebaut und getestet werden.
Damit nutzt VW weiter etwa die Hälfte des insgesamt über 80.000 Quadratmeter großen Geländes. Aus der anderen Hälfte wird ein Innovationscampus in Zusammenarbeit mit der TU Dresden.
Dazu sollen mehrere Forschungsbereiche entstehen. Freistaat und VW lassen sich das einiges kosten. In den nächsten sieben Jahren sollen 50 Millionen Euro investiert werden.