Wempe-Millionärin zu Besuch in Dresden in ihrem eigenen "Grünen Gewölbe"
Dresden - Es ist ein klares, funkelndes Bekenntnis zum Standort Dresden: Unternehmens-Chefin Kim Eva Wempe (63, Jahresumsatz: 668 Millionen Euro) kam am Donnerstag mit Sohn und Juniorchef Scott (29) aus Hamburg zur Eröffnung ihrer für rund fünf Millionen Euro umgebauten und sechsfach vergrößerten Juwelier-Filiale am Neumarkt.
Eine Luxus-Boutique, ein kleines "Grünes Gewölbe", ein Schmuckstück auf 380 Quadratmetern über zwei Etagen - mit Blick auf die Frauenkirche.
"Ich bin begeistert und ich glaube an den Standort. Dresden ist eine lebendige Stadt mit Geschichte, auch wenn ihr das Weltkulturerbe abgesprochen wurde", schmunzelt Kim Eva Wempe.
"Die Stadt ist ein Tourismusmagnet. Seit 32 Jahren sind wir in Dresden, haben in einem ganz kleinen Laden auf der Seestraße angefangen."
Jetzt - nach 18 Monaten Bauzeit bei laufendem Betrieb - erstreckt sich der neue Luxustempel über drei Hausfassaden.
Wempe: "Sehe in Dresden die Chance, den Schmuckumsatz auf 40 Prozent zu erhöhen"
"Während wir uns gerade aus Mannheim verabschiedet haben, sehen wir in Dresden die Zukunft. Wichtig ist die Nähe zur Uhrmacherstadt Glashütte. Dort bilden wir in unserer eigenen Manufaktur derzeit 21, 2026 sogar 24 Lehrlinge aus."
Noch wird mit Uhren - von Rolex bis Glashütte Original - der Großteil des Umsatzes (rund 80 Prozent) erwirtschaftet, vor allem amerikanische Kunden kaufen gern deutsche Uhren. "Doch ich sehe in Dresden die Chance, den Schmuckumsatz auf 40 Prozent zu erhöhen."
Während Kim Eva Wempe in diesem Jahr mit der ganzen Familie zum SemperOpernball nach Dresden kam, setzt sie 2026 wegen eines Eröffnungstermins in Nürnberg aus.
Mit 21 Niederlassungen, zehn Monobrand-Boutiquen, 900 Mitarbeitern und knapp 90 Azubis avancierte Wempe zur größten Juwelier-Kette Deutschlands.
Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel (2)

