SachsenEnergie wehrt sich gegen Generalverdacht: "Wir sind keine Abzocker!"

Dresden - Der Versorger SachsenEnergie verteidigt sich gegen den pauschalen Verdacht der "Abzocke". Das Unternehmen könne derzeit einen Strompreis von unter 40 Cent je Kilowattstunde für die meisten Produkte anbieten. Dies sei nur den wenigsten kommunalen Versorgern in Deutschland möglich.

Frank Brinkmann (55), Vorstandsvorsitzender von SachsenEnergie, bezeichnet den Vorwurf der Abzocke als "ungerechtfertigt".
Frank Brinkmann (55), Vorstandsvorsitzender von SachsenEnergie, bezeichnet den Vorwurf der Abzocke als "ungerechtfertigt".  © Montage: Steffen Füssel, Eric Münch

Durch die moderaten Preise könne man die Strompreisbremse der Bundesregierung, die im kommenden Jahr ab 40 Cent pro Kilowattstunde greifen soll, derzeit klar unterbieten.

"Unsere Strom-Produkte 'DREWAG' und 'ENSO' befinden sich damit zu 100 Prozent unterhalb der Strompreisbremse für Haushaltskunden", erklärt Frank Brinkmann (55), Vorstandsvorsitzender des Dresdner Unternehmens.

Dies habe man einer langfristigen Beschaffungsstrategie und einem professionellen Krisenmanagement zu verdanken.

Fotovoltaik-Krise erreicht Dresden! Geht jetzt bei "Solarwatt" das Licht aus?
Dresden Wirtschaft Fotovoltaik-Krise erreicht Dresden! Geht jetzt bei "Solarwatt" das Licht aus?

Für Gas- und Wärmekunden werde SachsenEnergie die Preisbremsen wie vorgeschrieben umsetzen. "Für uns Versorger ist dies jedoch kein normales Geschäft, sondern ein gewaltiger Kraftakt", so Brinkmann weiter. Allein im Kleinkundenbereich seien 110.000 Gaskunden und 8000 Fernwärmeanschlüsse betroffen.

Wie hoch die finanzielle Entlastung ausfällt, hänge vom gültigen Verbrauchspreis und dem Verbrauch in der Vergangenheit ab. Sie würde automatisch erfolgen, Verbraucher müssten somit nicht aktiv werden.

Für das kommende Jahr könnten zwar keine Preiserhöhungen ausgeschlossen werden, jedoch würden sie nur erfolgen, wenn sie sachlich gerechtfertigt seien. "Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir uns bei Preisanpassungen selbstverständlich weiterhin an die gesetzlichen Vorgaben halten", verspricht Brinkmann.

Titelfoto: Montage: Steffen Füssel, Eric Münch

Mehr zum Thema Dresden Wirtschaft: