Neue Tourismus-Zahlen für Dresden: Geht es jetzt endlich wieder bergauf?

Dresden - Das Corona-Tal ist durchschritten, die Zahl der Übernachtungen steigt wieder: Am heutigen Donnerstag zogen Dresdens Chef-Touristiker eine positive Bilanz für Dresden und das Elbland. Doch an die Rekordwerte von vor der Pandemie kommt man noch nicht ganz heran.

Der Tourismus hat sich im vergangenen Jahr wieder spürbar erholt.
Der Tourismus hat sich im vergangenen Jahr wieder spürbar erholt.  © picture alliance/dpa

4,8 Millionen Übernachtungen und 2,2 Millionen Ankünfte im Jahr 2022 bedeuten ein Plus von 61 respektive 78 Prozent zum Vorjahr. Das ist nicht schwer, war das Jahr 2021 doch noch komplett von der Pandemie vereinnahmt.

Deshalb lag das Augenmerk auch mehr auf dem Jahr 2019. An dessen Rekordwerte näherte man sich in den vergangen 12 Monaten immerhin wieder an. 79 Prozent des Niveaus erreichte man bei den Übernachtungen.

"Die Destination Dresden-Elbland hat die Situation hervorragend gemeistert und ist auch relativ unbeschadet aus ihr hervorgegangen", so Dresdens Kultur-, Wissenschafts- und Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (45).

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Schließlich biete man "eine einmalige Kulturlandschaft mit einem kulturellen Erbe, dass man so nirgendwo wiederfindet".

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Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (45, Linke, l.) und Corinne Miseer (46), Chefin der Dresden Marketing GmbH. Im Hintergrund Sebastian Klink, Vorstandsvorsitzender des Dresdner Tourismusverbandes.
Tourismusbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (45, Linke, l.) und Corinne Miseer (46), Chefin der Dresden Marketing GmbH. Im Hintergrund Sebastian Klink, Vorstandsvorsitzender des Dresdner Tourismusverbandes.  © Steffen Füssel

Dass sich der positive Trend auch in 2023 weiter fortsetzt, daran glaubt Corinne Misser (46), Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH. "Grundsätzlich bleibt die Stimmung gut für das Jahr 2023", und das trotz überall steigender Preise.

"Reisen gibt ein positives Lebensgefühl, da wollen die Deutschen weniger dran sparen." Gespannt sei man eher, was die Leute dann an ihrem Reiseort ausgeben.

Um aber auch künftig konkurrenzfähig zu bleiben, dürfe man vor allem die Themen Digitalisierung und Klimaschutz nicht aus den Augen verlieren, waren sich alle einig. Zudem müsse man vor allem im Bereich des internationalen Tourismus und im Kongress- und Tagungsgeschäft Potenziale weiter ausbauen und stärken, so Klepsch.

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Interessant: Bei den Gästen aus dem Ausland belegten die Polen mit insgesamt 86.672 Übernachtungen im Jahr 2022 Platz 1.

Gäste aus den USA reisten am zweithäufigsten nach Dresden (62.225 Übernachtungen), gefolgt von Österreichern mit 53.797, Schweizern mit 51.442 und Niederländern mit 50.974 Übernachtungen.

Titelfoto: picture alliance/dpa

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