Mehr Menschen fahren schwarz: DVB wollen mit "Sperrkontrollen" abschrecken

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Dresden - Die DVB sagen Schwarzfahrern den Kampf an und greifen dabei erneut zu einer Methode, die sich im vergangenen Jahr als äußerst erfolgversprechend herausgestellt hat - es handelt sich um sogenannte "Sperrkontrollen".

Die Kontrollen können zufällig stattfinden - auch abends und nachts. (Archivbild)
Die Kontrollen können zufällig stattfinden - auch abends und nachts. (Archivbild)  © xcitepress

Die nächste Kontrolle dieser Art wird am morgigen Mittwoch stattfinden. Den Ort der Kontrolle haben die DVB in ihrer Pressemitteilung nicht bekannt gegeben.

Zahlen zu den Kontrollen in den vergangenen Jahren zeigen einen deutlichen Negativtrend in puncto Fahrschein-Sündiger: "Waren vor Corona im Durchschnitt etwa 2,5 Prozent unserer Fahrgäste ohne gültiges Ticket unterwegs, sind es inzwischen rund fünf Prozent", erklärt DVB-Betriebsleiter Sascha Heiser. Laut einer Hochrechnung fuhren insgesamt 186,5 Millionen Fahrgäste im vergangenen Jahr mit den Angeboten des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Von diesen waren rund 9,3 Millionen ohne gültigen Fahrschein unterwegs. Rechnet man die Zahlen weiter hoch, kommt man auf einen Verlust von fünf bis sieben Millionen Euro, die den DVB jährlich durch die Lappen gehen.

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"Mit den intensiven Ticketkontrollen folgen wir nicht nur der Forderung des Dresdner Stadtrates zur Sicherung unserer Einnahmen", so Heiser. "Es geht uns auch um die Sichtbarkeit bei unseren ehrlichen Kunden. Das Schwarzfahren darf nicht zur Normalität werden."

Grund genug für die DVB, die aktuelle hohe Kontroll-Frequenz weiter oben zu behalten.

So sieht eine "Sperrkontrolle" aus

Bei einer sogenannten "Sperrkontrolle" handelt es sich um eine Art von Fahrscheinkontrolle, die nicht umgehbar ist. Dabei steigen die Kontrolleure bei einer bestimmten Haltestelle zu und beginnen damit, die Fahrscheine der anwesenden Fahrgäste zu kontrollieren. Perfide Schwarzfahrer sehen dies und versuchen, am nächsten Haltepunkt die Bahn oder den Bus zu verlassen, doch genau dort schnappt die Falle zu.

An der nächsten Haltestelle warten weitere Kontrolleure und einige Polizisten und wollen auch die Fahrscheine der eben Ausgestiegenen sehen.

Titelfoto: xcitepress

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