Eigentum in Städten kaum noch bezahlbar: Eine Stunde Autofahren macht Wohnen erheblich günstiger
Dresden - Wer in der Großstadt leben will, zahlt meist mehr fürs Wohnen als im Umland. In Dresden ist die Schere besonders groß, zumindest ab einer bestimmten Entfernung. Wer eine Stunde Autofahrt in Kauf nimmt, kann viel Geld sparen.
In Dresden sinken die Angebotspreise von Eigentumswohnungen mit zunehmender Entfernung besonders stark. Das ergibt eine Analyse des Immobilien-Internetportals "immowelt".
Dafür wurden die Preise von Wohneigentum in Gemeinden (weniger als 100.000 Einwohner) in einem 45-Minuten- sowie einem erweiterten 60-Minuten-Radius um die jeweiligen Stadtzentren der 15 größten Städte betrachtet.
Ergebnis: Wer sich eine Stunde ins Auto setzt, kann mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Kohle sparen: Statt 2946 Euro pro Quadratmeter im Stadtgebiet werden im erweiterten Umland im Schnitt nur 1405 Euro fällig. Mehr sparen geht nicht.
Dazu zählen etwa die Oberlausitz oder grenznahe Gebiete im Osterzgebirge. Knapp hinter Dresden landen Frankfurt (Main), Köln und Leipzig.
Für günstigeren Wohnraum sollte man den Suchradius erweitern
"Eigentumswohnungen sind in den teuersten deutschen Großstädten und deren Vororten für viele Haushalte kaum mehr bezahlbar", sagt "immowelt"-Geschäftsführer Theo Mseka.
"Im erweiterten Umland der Städte sieht es häufig besser aus. Wer seinen Suchradius vergrößert, findet spürbar günstigere Angebote."
Wer "nur" 45 Minuten mit dem Auto pendeln will, kann laut "immowelt" immerhin noch knapp ein Drittel (31 Prozent) Kosten sparen.
Zum Vergleich: In Stuttgart oder Dortmund fällt die Ersparnis mit jeweils nicht mal zehn Prozent spürbar geringer aus.
Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Zoonar//immowelt

