Mission Donau: Vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer

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Dresden/Passau - Der Langstreckenschwimmer Joseph Heß (39) aus Dresden kommt voran. Er hat inzwischen Passau hinter sich gelassen und ist über die Grenze nach Österreich geschwommen.

Am Ende wird Extremschwimmer Joseph Heß (39) rund 2850 Kilometer auf der Uhr haben. (Archivbild)
Am Ende wird Extremschwimmer Joseph Heß (39) rund 2850 Kilometer auf der Uhr haben. (Archivbild)  © picture alliance/dpa

Der Extremsportler berichtet: "Wir haben deutlich weniger Strömung als gedacht." Mit ihm auf der Donau sind gegenwärtig viele große Schiffe unterwegs. "Sachertortendampfer" nennt Heß die dicken Pötte scherzhaft, die ihm beim Schwimmen im Fluss viel Aufmerksamkeit abverlangen und Respekt einflößen.

Der Extremsportler ist die vergangenen Tage täglich zwischen neun und zwölf Stunden im Wasser gewesen, um Strecke zu machen. Heß begleitet dabei stets ein Kanute im Kajak. Zum Wasserteam gehört außerdem noch ein kleines Motorboot - in das steigt Heß für die Passage von Schleusen oder zum Mittagessen.

Joseph Heß schwärmt von der Herzlichkeit, die ihm bei seinem Flussabenteuer bisher begegnet ist. In den vergangenen Tagen standen immer wieder Fans am Donauufer und jubelten ihm zu. Einige schwammen sogar ein paar Kilometer mit. Andere Unterstützer in Bayern brachten spontan ihm und seinem Team Kuchen und Bier zum Rastplatz.

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Zwei Physiotherapeuten besuchten das Team unabgesprochen und verwöhnten Heß mit einer Massage nach Sonnenuntergang.

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Extremschwimmer sammelt Wasserproben für die Wissenschaft

Auch die Stadt im Elbtal besuchte er schon einmal vor einigen Monaten und ließ es sich nicht nehmen, einen kleinen Abstecher in die Elbe zu unternehmen. (Archivbild)
Auch die Stadt im Elbtal besuchte er schon einmal vor einigen Monaten und ließ es sich nicht nehmen, einen kleinen Abstecher in die Elbe zu unternehmen. (Archivbild)  © Norbert Neumann

Nach mehr als einer Woche im Wasser ist der Extremsportler nach wie vor fit und frohen Mutes, aber sein Körper dokumentiert bereits die Strapazen.

Heß hat offene Hautstellen an Füßen und Schultern, wo sein Neoprenanzug gerieben hat. Die Wunden werden täglich mit Spezialpflastern versorgt, bevor er am Morgen kurz nach 8 Uhr wieder in die Fluten steigt.

Joseph Heß möchte in maximal 60 Tagen die Donau bis ans Schwarze Meer durchschwimmen. Der Prokurist bei Firma AMS Fuhrparkmanagement sammelt dabei wissenschaftliche Wasserproben, damit diese auf Verschmutzung und Mikroplastik untersucht werden können. Den ersten Kontakt mit Donau-Wasser hatte Heß am 4. Juli in einem eingefassten Quellbrunnen in Donaueschingen.

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Das Schwimmen selbst startete er 160 Kilometer von dort entfernt in Ulm. Ihn begleiten bei seiner langen Reise durch zehn Länder auch Kameraleute. Sie wollen einen Dokumentarfilm namens "2850 km - Invisible" produzieren.

Titelfoto: Norbert Neumann

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