Entwicklung "Universelle Werke": VW erfindet sich in Dresden neu

Dresden - Mit fünf Mitarbeitern begann Volkswagen 2018 in der Gläsernen Manufaktur, an den Herausforderungen der digitalen Transformation zu arbeiten. Mittlerweile ist das Team auf 50 Spezialisten angewachsen, braucht mehr Platz. Darum zog es jetzt ins Innovationszentrum "Universelle Werke" an der Zwickauer Straße ein. Hier sollen die Dresdner die Software von morgen für alle VW-Produktionsstandorte weltweit entwickeln.

50 Kräfte am neuen Standort: Die IT-Mitarbeiter Mario Raasch (39, l.), Marco Droll (42) sollen die VW-Produktion weltweit vernetzen.
50 Kräfte am neuen Standort: Die IT-Mitarbeiter Mario Raasch (39, l.), Marco Droll (42) sollen die VW-Produktion weltweit vernetzen.  © Norbert Neumann

Mit 1100 Quadratmetern ist im neuen Gebäude genügend Platz für Büros und Mitarbeiter, deren Zahl noch auf 80 anwachsen soll.

Die IT-Spezialisten, Software-Entwickler und Anwendungs-Designer vernetzen alle 120 konzernweiten Fertigungsstätten.

"Wir führen von Dresden aus alle notwendigen Daten zusammen und digitalisieren vollständig die Produktion und Logistik unserer Werke", sagt Standortleiter Uwe Wieland (39).

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Ein Schwerpunkt dabei ist die Künstliche Intelligenz, die das menschliche Sehen nachbildet.

So sollen Kameras etwa Auto-Teile scannen und dabei prüfen, ob etwa die Spaltmaße korrekt sind.

Das Areal am Innovationszentrum "Universelle Werke" an der Zwickauer Straße wird weiter ausgebaut, um weitere Ansiedlungen zu ermöglichen.
Das Areal am Innovationszentrum "Universelle Werke" an der Zwickauer Straße wird weiter ausgebaut, um weitere Ansiedlungen zu ermöglichen.  © Norbert Neumann

OB Dirk Hilbert begrüßt die neuen Mieter persönlich

Umzug geglückt: OB Dirk Hilbert (50, FDP, v.l.) begrüßte Standortleiter Joachim Frey (57) und Gläserne Manufaktur-Leiter Danny Auerswald (39).
Umzug geglückt: OB Dirk Hilbert (50, FDP, v.l.) begrüßte Standortleiter Joachim Frey (57) und Gläserne Manufaktur-Leiter Danny Auerswald (39).  © Norbert Neumann

Auch der Materialfluss soll von Dresden aus effizient organisiert werden, Lieferengpässe oder Störungen sollen frühzeitig erkannt werden.

"Damit die richtigen Teile pünktlich in der jeweiligen Stätte vor Ort sind", sagt einer der Mitarbeiter.

OB Dirk Hilbert (50, FDP) begrüßte die neuen Mieter am gestrigen Dienstag persönlich, lobte VW fürs Vorantreiben von Innovationen in der ganzen Stadt.

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"Die Ansiedlung wertet unseren Software-Campus Universelle Werke weiter auf und wird Sogwirkung entfalten", sagte er.

Tatsächlich arbeitet VW mit dem bereits ansässigen Fraunhofer-Forschungszentrum (CPD) zusammen, will sich künftig weiter vernetzen.

Die Dresdner Software-Entwicklungen sollen an allen VW-Produktionsstätten eingesetzt werden, wie etwa hier im chinesischen Changchun.
Die Dresdner Software-Entwicklungen sollen an allen VW-Produktionsstätten eingesetzt werden, wie etwa hier im chinesischen Changchun.  © imago/Xinhua

Das Rathaus baut den Standort aktuell weiter aus, will weiteren Raum für Ansiedlungen schaffen.

Titelfoto: Bildmontage: Norbert Neumann (2)

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