Auch mit "Schuhgröße 48": Feuerwehr und Passanten kämpfen stadtweit gegen Brände
Dresden - In den letzten 24 Stunden haben allerlei Grünflächen, Hecken oder Gebüsche im Stadtgebiet gebrannt. Die Feuerwehr sowie tatkräftige Bürger kämpften mit Wassereimern und sogar Schuhen gegen die Flammen. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sowie hohen Temperaturen ist Vorsicht geboten.
"Besonders trockene Vegetation, Hecken und Pollenansammlungen können sich derzeit innerhalb kürzester Zeit entzünden und Brände schnell ausbreiten", so Dresdner Feuerwehrsprecher Michael Klahre.
So brannte am Dienstagvormittag etwa eine zehn mal drei Meter große Hecke zwischen zwei Gebäuden an der Wunderlichstraße in Loschwitz. Anwohner kümmerten sich jedoch bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr um den Brand.
Am Nachmittag entdeckten Einsatzkräfte nahe der Kiesgrube in Laubegast eine knapp 20 Quadratmeter große verbrannte Vegetationsfläche. Gelöscht!
Am frühen Abend glimmten mehrere Stellen auf einer Grünfläche von knapp 50 Metern an der Reicker Straße in Strehlen. Auslöser war anscheinend ein Bengalo-Zündler. Die Feuerwehr konnte auch in dem Fall mit tatkräftiger Unterstützung rechnen.
Tatkräftige Unterstützung im Kampf gegen die Flammen
Nicht nur, dass beherzte Passanten bereits zuvor ein zufällig vorbeifahrendes Fahrzeug der Stadtteilfeuerwehr Niedersedlitz heranwunken, sie halfen auch tatkräftig beim Kampf gegen die Flammen: Unter Anleitung der Einsatzkräfte löschten sie mit Wassereimern und laut Feuerwehr "Schuhgröße 48" den Brand.
Feierabend war für Brandbekämpfer jedoch noch immer nicht: Kurze Zeit später brannten eIn Grünstreifen an der Jakobsgasse in der Seevorstadt, ein zehn Quadratmeter Stück Spielplatz an der Wurzener Straße in Pieschen sowie eine rund 28 Meter lange Hecke am Sonniger Weg in Dobritz.
Alle Brände wurden erfolgreich gelöscht, niemand wurde bei den zahlreichen Einsätzen verletzt. Auch nicht bei dem in der Nacht, als Autos in der Friedrichstadt brannten.
Für die Region Dresden gilt aktuell die Waldbrandgefahrenstufe 4 ("hohe Gefahr"). Die Feuerwehr bittet um Umsicht und rät: Kein offenes Feuer im Wald oder trockenen Wiesen entzünden, niemals Zigaretten achtlos wegwerfen, Fahrzeuge nicht auf trockenem Gras abstellen und nur an ausgewiesenen Stellen grillen!
Titelfoto: Bildmontage: 123RF/posonsky//Robert Michael/dpa

