Hitze lässt Notruf-Leitungen glühen: Einsatz-Rekord für Dresdner Rettungskräfte

Dresden - Aufgrund der Hitze mussten die Dresdner Rettungskräfte am Samstag so häufig ausrücken wie noch nie in diesem Jahr.

Die Dresdner Feuerwehr hatte bei der Hitze alle Hände voll zu tun. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Insgesamt 318 Rettungseinsätze in nur 24 Stunden haben die Einsatzkräfte an ihre Belastungsgrenze gebracht, wie die Feuerwehr am Sonntagmorgen mitteilte. Zugleich war es ein neuer Rekordwert für das laufende Jahr.

Unterm Strich kam 86 Mal der Notarzt zum Einsatz, achtmal der Rettungshelikopter Christoph 38. In rund 18 Fällen waren Kreislaufprobleme, Dehydrierung, Schwindelanfälle und weitere hitzebedingte Notlagen der Auslöser.

Die Feuerwehr betonte: "Diese Einordnung basiert auf den Angaben der Anrufenden im Rahmen der Notrufabfrage. Eine abschließende medizinische Bewertung, ob die Wetterlage tatsächlich ursächlich für den jeweiligen Notfall war, ist auf dieser Grundlage nicht möglich."

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Weiterhin machte auch das Tagesgeschäft der Dresdner Kameraden bei der Hitze keine Pause: acht Brandeinsätze, mehrere Verkehrsunfälle sowie 29 technische Hilfeleistungen, wovon ein Großteil auf die Personenrettung aus feststeckenden Fahrstühlen entfiel.

Im Zuge der Einsätze hörte die Sonne natürlich nicht auf, mit voller Wucht auf Elbflorenz zu knallen: "Rettungsdienstpersonal sowie Notärztinnen und Notärzte waren über viele Stunden hinweg unter sommerlichen Höchsttemperaturen im Einsatz", so die Feuerwehr.

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Im gesamten Gebiet der Integrierten Regionalleitstelle Dresden (IRLS) wurden 39 hitzebedingte Notfälle registriert. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa

Gefahr durch Hitze: Dresdner Feuerwehr appelliert an Bevölkerung

In der Integrierten Regionalleitstelle Dresden (IRLS) glühten die Leitungen. (Symbolbild)  © Feuerwehr Dresden

Auch außerhalb des Dresdner Stadtgebiets liefen die Notrufleitungen fast so heiß, wie die Temperaturen. Für die Integrierte Regionalleitstelle Dresden (IRLS) musste deshalb zusätzliches Personal beschafft werden.

In den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurden weitere 21 wohl hitzebedingte Notfälle verzeichnet. Hinzu kam der ausgebrochene Waldbrand in der Gohrischheide.

Die 318 registrierten Einsätze stehen dabei im starken Kontrast zu einem "gewöhnlichen Samstag", wo die Rettungskräfte "nur" 200 bis 250 Mal ausrücken müssen.

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Angesichts der Hitze, die auch am Sonntag Dresden und Umgebung fest im Griff hat, appellierte die Dresdner Feuerwehr an die Bevölkerung, sich umsichtig zu verhalten.

"Dazu gehören ausreichendes Trinken, das Vermeiden körperlicher Anstrengungen während der Mittagshitze sowie besondere Aufmerksamkeit für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen. Ebenso sollte im Wald und auf Freiflächen konsequent auf offenes Feuer und andere mögliche Zündquellen verzichtet werden."

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