Dresden - Die Problematik mit den gesundheitsschädlichen Ewigkeitschemikalien, die in Dresdner Gewässern aufgetaucht sind, betrifft nicht nur Dresden und ist nicht einfach zu lösen.
Überhaupt erst mal das gesamte Ausmaß zu bestimmen, ist schon schwierig. So waren viele Giftstoffe jahrzehntelang legal im Einsatz, wurden erst vor einigen Jahren verboten.
Entsprechend untersuchen Behörden auch teils erst seit Kurzem mögliche Kontaminationen und beginnen gerade erst damit, Proben zu nehmen.
Ewigkeitschemikalien sind - da kaum zerstörbar - ein physikalisches Wundermittel. Sie werden industriell intensiv genutzt, etwa als Glättungsmittel, Schutzschild und Kühlmittel für die Herstellung von Mikrochips.
Doch was sie in der Fabrik so nützlich macht, ist für die Natur gefährlich.
Der Gesetzgeber sollte Grenzwerte fürs Abwasser und Abluft festlegen
Zwar suchen die Chip-Riesen nach eigenen Angaben bereits alternative Materialien und versuchen, Ewigkeitschemikalien zu minimieren bzw. zu ersetzen. Aktuell würde es jedoch ohne die Stoffe keine Chips geben.
Darum ist es das Mindeste, dass der Gesetzgeber wenigstens Grenzwerte fürs Abwasser und die Abluft festlegt und endlich damit beginnt, die Ausstöße zunächst kontinuierlich zu erfassen!
Natürlich müssen auch Kläranlagen aufgerüstet werden.
Ob und wie sich die Großindustrie an den Kosten beteiligen sollte, kann man erst nach Erfassung der schädlichen Stoffe und deren Eintrag in die Umwelt klären.