Dresdner Opernball begeistert in St. Petersburg

St. Petersburg (Russland) - Zwei Jahre nach der Premiere ist der Dresdner Opernball erneut zu Gast im russischen St. Petersburg gewesen. Eröffnet wurde der Ballabend am Samstag vor dem Großen Katharinenpalast.

Präsident Wladimir Putin (68) lobte in einer Videobotschaft die beiden Städte als die größten Kulturzentren Europas und der Welt.
Präsident Wladimir Putin (68) lobte in einer Videobotschaft die beiden Städte als die größten Kulturzentren Europas und der Welt.  © Alexander Zemlianichenko/Pool AP/dpa

Live-Bilder zeigten zum Auftakt ein begeistertes Publikum vor einer Bühne bei bewölktem Himmel. Immer wieder erhielten Musiker Applaus. Danach wurde im prunkvollen Palast weitergefeiert.

Am Abend traten die Sopranistin Aida Garifullina, der italienische Star-Dirigent Fabio Mastrangelo und das Northern Sinfonia Orchestra St. Petersburg auf. Die Gäste feierten darüber hinaus das 60-jährige Bestehen der entsprechenden Städtepartnerschaft zwischen St. Petersburg und Dresden.

Präsident Wladimir Putin (68) lobte in einer Videobotschaft die beiden Städte als die größten Kulturzentren Europas und der Welt. "Wir schätzen solche langjährigen, starken Bindungen zu unseren deutschen Freunden", sagte der Staatschef, der zu DDR-Zeiten als Offizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB in Dresden gearbeitet hatte.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) hatte Putin im Frühjahr zu einem Besuch in die sächsische Landeshauptstadt eingeladen. Eine Kreml-Antwort steht aktuell aber noch aus.

Der sächsische Regierungschef begrüßte die Ballgäste ebenfalls in einer Videobotschaft.

Nächster Dresdner Opernball in der sächsischen Landeshauptstadt erst im Jahr 2022

Der nächste Dresdner Opernball in der sächsischen Landeshauptstadt soll erst 2022 wieder über die Bühne gehen.
Der nächste Dresdner Opernball in der sächsischen Landeshauptstadt soll erst 2022 wieder über die Bühne gehen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Getanzt wurde ungeachtet der politischen Spannungen zwischen Berlin und Moskau ganz ungezwungen. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern sind derzeit aufgrund von verschiedenen Konflikte auf einem anhaltenden Tiefpunkt.

Dazu hieß es vorab von den Organisatoren, dass sich beim Ball am Fluss Newa zwei große Kulturnationen begegneten, "die sich viel zu sagen und viel zu geben haben. Auch und besonders in diesen Zeiten". 120 Deutsche waren nach russischen Angaben nach St. Petersburg gereist.

Der nächste Dresdner Opernball in der sächsischen Landeshauptstadt soll erst 2022 wieder über die Bühne gehen. Die Sommergala im Juni war wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden.

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St. Petersburg als Gastgeber des Balls kämpft seit Monaten mit hohen Infektionsraten. Allein am Samstag gab es nach offiziellen Daten 1400 neue Corona-Fälle. In den Kliniken seien fast 70 Prozent der Betten für Corona-Patienten mittlerweile belegt.

Im prunkvollen Festsaal war zunächst niemand mit einem Mund-Nasen-Schutz zu sehen.

Titelfoto: Montage: Fotos: Alexander Zemlianichenko/Pool AP/dpa, Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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