Hitzewelle in Dresden: Elbe, Weißeritz und Co. geht das Wasser aus
Dresden - Dresden sitzt auf dem Trockenen! Sowohl die Elbe als auch die Weißeritz schrumpfen wegen der anhaltenden Hitze immer weiter zusammen. Zur Mittagszeit am Mittwoch stand der Elbpegel bei mickrigen 70 Zentimetern - und weil vorerst kein Regen kommt, wird die Lage in den nächsten Tagen noch viel brenzliger.
Die kritische Marke für Niedrigwasser liegt im Dresdner Teil der Elbe bei einem Meter, doch dieser Wert ist längst unterschritten. Auch die Weißeritz ist mit nur 64 Zentimetern Pegelstand bereits sichtlich strapaziert.
Nicht nur der Wasserstand, sondern auch die durchfließende Wassermenge schwächelt gewaltig: Derzeit rauschen nur noch 105 Kubikmeter pro Sekunde an den Elbwiesen vorbei - alles unter 109 Kubikmetern ist zu wenig.
Und es wird noch enger: Sinkt der Pegel wie vom Umweltamt vorhergesagt auf bis zu 50 Zentimeter, könnten auch erste Ausfälle bei der Sächsischen Dampfschifffahrt drohen.
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Niedrigwasser in ganz Sachsen
Das Problem betrifft den gesamten Freistaat. Das Landesumweltamt zog in seinem wöchentlichen Bericht eine ernüchternde Bilanz: "Am Vormittag des 23. Juni wurde an 74 von 149 ausgewerteten Pegeln ein Durchfluss unter dem mittleren Niedrigwasser-Durchfluss registriert. An 50 weiteren Pegeln wurde das fast erreicht."
Egal ob Freiberger Mulde, Schwarze Elster oder die Flüsse Pleiße und Parthe rund um Leipzig - überall das gleiche Bild. Erst Anfang nächster Woche keimt Hoffnung auf, dann soll es endlich wieder erste Schauer geben.
Titelfoto: picture alliance/dpa | Robert Michael