Imker bitten um Hitzehilfe für ihre Bienen

Dresden - Die Hitze ist zurück! Nicht nur den Menschen, auch den Dresdner Bienen setzt die Hitze ordentlich zu. Die schlauen Tierchen haben zwar ihre eigenen Taktiken, ihren Bau auf der richtigen Temperatur zu halten. Doch mit zunehmender Trockenheit sind auch sie auf Hilfe angewiesen.

Tino Lorz (48), Vorsitzender des Imkervereins Dresdens erklärt, wie sehr die enorme Trockenheit die Bienen beeinträchtigt.  © Norbert Neumann

"Bienen halten ihren Stock auf etwa 36 Grad", erklärt Tino Lorz (48), Vorsitzender des Imkervereins Dresden. "Wenn es zu kalt ist, können sie durch Muskelbewegungen ihren Körper erwärmen. Und um die Temperatur zu senken, platzieren die Bienen sich vor den Fluglöchern, ventilieren Luft in den Bienenstock und tragen kleine Wassertropfen in ihr Zuhause", berichtet Lorz.

Und hat eine Bitte: Zur Unterstützung könnten Garten- oder Balkonbesitzer eine Insektentränke bereitstellen. "Ein alter Untertopf reicht völlig aus" erklärt der Imker.

"Kleine Steine, Stöcke oder nasses Moos sorgen für einen Landeplatz, sodass keine Biene ertrinkt."

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Ein noch größeres Problem als die Hitze sei jedoch die enorme Trockenheit (auch wenn das eine oft das andere bedingt). "Die Bienen finden nicht genug Nahrung", erzählt der 48-Jährige.

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Wildblumen statt Golfrasen im Garten helfen dem summenden Volk, genug Nahrung zu finden.  © Norbert Neumann
Da die städtischen Brunnen oft mit Chlor versetzt sind, freuen die Bienen sich über eine extra Insektentränke.  © Norbert Neumann

Die Linde zum Beispiel produziert in ihrer sowieso schon verkürzten Blütezeit zu wenig Nektar. Somit müssen die Imker ihren Tierchen mit Zuckerwasser aushelfen. "Das ist natürlich auch nicht gerade billig. Irgendwann lohnt sich dann die Imkerei nicht mehr", verdeutlicht Lorz.

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