Immer zur Spargelzeit packt Dresdner Promi-Figaro das Heimweh

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Dresden - In der Spargelzeit lässt sich Promi-Figaro Holger Knievel (60) in Dresden ein Stück Heimat auf der Zunge zergehen. Denn der Friseurmeister ist im Niederlausitzer Dorf Preschen aufgewachsen - "umzingelt" von Spargelfeldern. Bis 21. Juni wird dort nahe der polnischen Grenze Spargel gestochen - und an Dresdner Restaurants wie "Augustiner", "Opera", "Alberthafen", "Sophienkeller", "Dresden 1900" oder "Daniel" geliefert.

Zusammen mit Spargelbauer Gerald Kaltschmidt (64) schaut Holger Knievel (60, l.) unter die Folien, um den Spargelwuchs zu kontrollieren.
Zusammen mit Spargelbauer Gerald Kaltschmidt (64) schaut Holger Knievel (60, l.) unter die Folien, um den Spargelwuchs zu kontrollieren.  © Foto Koch

Ein Besuch vor Ort, bei Spargelbauer Gerald Kaltschmidt (64), der auf 15 Hektar weißen und grünen Spargel anbaut.

"Mein Vater hat 1960 den ersten Spargel gepflanzt, ich bin 1994 eingestiegen", zeigt Kaltschmidt seine Felder.

"Ich bin hier mitten im Spargel aufgewachsen. Meine Mutter hat am Stand den Spargel verkauft. Ich habe als Junge geholfen, den Spargel zu waschen - oft in einer alten Badewanne", erinnert sich Knievel.

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Seine Schwester Sybille (64) arbeitet bis heute bei Spargelbauer Kaltschmidt - nur dessen Technik ist viel moderner geworden.

Von der Spargelspinne, die die Planen auf den Spargelwällen anhebt und wieder absenkt, bis zur vollautomatischen Sortieranlage und einem Spargelschälautomaten - Hightech hat Einzug gehalten.

"Was aber bleibt, ist die Handarbeit der Spargelstecher", so Kaltschmidt. Ein Knochenjob, den kein Deutscher mehr machen will - sechs polnische Arbeiter bewältigen die Ernte.

Preschen an der Neiße ist das Heimatdorf von Promi-Figaro Holger Knievel.
Preschen an der Neiße ist das Heimatdorf von Promi-Figaro Holger Knievel.  © Foto Koch
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So muss Spargel aussehen: Holgers Schwester Sybille Rosmej (64) arbeitet auf dem Spargelhof Kaltschmidt.
So muss Spargel aussehen: Holgers Schwester Sybille Rosmej (64) arbeitet auf dem Spargelhof Kaltschmidt.  © Foto Koch

Preschener Spargel schon im Schloss Bellevue aufgetafelt

Auf dem Spargelwall gräbt Holger Knievel zwei kräftige Spargelstangen aus.
Auf dem Spargelwall gräbt Holger Knievel zwei kräftige Spargelstangen aus.  © Foto Koch

Erntefrisch auf dem Teller ist der Preschener Spargel ein Genuss.

"Er wurde sogar schon im Schloss Bellevue aufgetafelt", sagt Kaltschmidt stolz.

"Der Geschmack hängt stark von den Mineralien im Boden ab. Unser Preschener Spargel schmeckt besonders gut." In Kaltschmidts Lob kann Figaro Knievel nur einstimmen.

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Dafür spricht, dass Kaltschmidt (www.kaltschmidt-preschen.de) in der Saison donnerstags und samstags je 450 bis 600 Kilo Spargel nach Dresden liefert.

Noch ein Spargel-Häubchen obendrauf: Holgers Nichte Katja wurde zum 666. Dorfgeburtstag zur ersten und einzigen Spargelkönigin von Preschen gewählt.

Titelfoto: Foto Koch

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