Kampf gegen Fluten auf Probe: Großer Schutzwall in Pieschen errichtet

Dresden - Generalprobe für den Ernstfall: Zu Übungszwecken und zur Überprüfung des Materials wurde Donnerstagvormittag an der Böcklinstraße in Pieschen ein Hochwasser-Schutzwall auf- und anschließend wieder abgebaut.

Dieser 1,85 Meter hohe Wasserschutzwall soll in Pieschen mögliche Fluten abhalten.  © Eric Münch

Kommt die Flut, muss jeder Handgriff sitzen. Deshalb bauten 30 Mitarbeiter des Regiebetriebs eine zwölf Meter breite sowie 1,85 Meter hohe Straßenquerung über die Böcklinstraße auf. Diese soll im Hochwasserfall die Wassermassen aufhalten.

Zusätzlich wurde auf der bestehenden Hochwasserschutzmauer ein 80 Zentimeter hoher Schutzwall über eine Länge von 180 Metern bis zur Kötzschenbrodaer Straße installiert. "Mit über 800 Metern Länge ist diese Strecke der längste durchgängige mobile Verbau in den Dresdner Hochwasserschutzanlagen", erklärt Christina Schenk (48).

Die Leiterin des Regiebetriebs erläutert: "Der Probeaufbau schult die Mitarbeiter im Umgang mit den Elementen. Sie sollen alle Funktionen und Handgriffe fachgerecht und schnell ausführen können." Damit könne im Ernstfall ein "sicheres und überlegtes Handeln" gewährleistet werden.

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Außerdem lasse sich bei den Übungen feststellen, ob Material oder Technik Mängel aufweisen. "Bis auf Kleinigkeiten, wie einige Schrauben, die ersetzt werden müssen, blieb der Spaß bis zum Schluss nicht auf der Strecke - auch wenn alle gut durchnässt waren." Gegen 13 Uhr waren die Flut-Elemente wieder in den Containern verstaut, die Übung beendet.

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Mit der turnusmäßigen Übung wurde das Material untersucht und die Kollegen wurden im Auf- und Abbau geschult.  © Eric Münch

Aufbau, wenn Alarmstufe 4 ausgerufen wird

180 Meter Schutzwall wurden entlang der Kötzschenbrodaer Straße in Pieschen zu Übungszwecken errichtet.  © Imago/Andreas Weihs

Der Aufbau erfolgte turnusgemäß im vorgesehenen Drei-Jahres-Rhythmus. Der nächste planmäßige Aufbau für die Querung der Böcklinstraße einschließlich der Mauererhöhung bis zur Kötzschenbrodaer Straße ist daher für 2029 vorgesehen.

"Sollte es vor diesem Zeitpunkt zu einem Hochwasserereignis kommen, bei dem die höchste Alarmstufe 4 ausgerufen wird, erfolgt der Aufbau selbstverständlich vorzeitig", so Schenk.

Die nächsten Probeaufbauten zum Hochwasserschutz finden an der Querung Terrassenufer am 14. Juni, an der Lieferanten- und Tiefgaragenzufahrt des ICC sowie an der Bühnenzufahrt des ICC am 25. Juni und am Ostra-Ufer am 20. September statt.

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