Polizei nimmt Tuning-Fans ins Visier
Dresden - Röhrende Motoren, höher- oder tiefergelegte Karossen, getönte Scheinwerferhauben: Jahr für Jahr geht die Dresdner Polizei auf Jagd nach illegal getunten Fahrzeugen und schult damit gleichzeitig das Know-how der Beamten. Mittwoch wurden unter dem Motto "Tuningkontrolle - Respekt durch Rücksicht" Fahrzeuge am Georgplatz in der Dresdner Altstadt aus dem Verkehr gezogen.
Ins Visier der Beamten geriet Nele Schellknecht (20) im schwarzen BMW. Schon von Weitem habe sie die Polizei gesehen: "Ich komme eh gerade aus der Werkstatt und das ist ein Firmenwagen", berichtet die Studentin entspannt ehe sie weiterfahren durfte.
Kritischer wurden die Beamten bei Simson-Fahrer Ole Stey. Der 16-Jährige hat die fahrunfähige Maschine zur Jugendweihe von seinen Eltern bekommen, alles selbst auf Vordermann gebracht und dadurch seine Leidenschaft fürs Schrauben entdeckt:
"Den Gurt für den Sozius fand ich nicht so cool und hab ihn abgemacht. Außerdem muss der Spiegel drei Zentimeter weiter von der Fahrzeugmitte weg."
Bereits seit Montag läuft die "Tuningkontrolle" im gesamten Revier der Dresdner Polizeidirektion, von Riesa bis Sebnitz. Hunderte Fahrzeuge wurden bereits kontrolliert.
Stephan Schulz (45), Leiter der Verkehrspolizei-Inspektion: "Es geht um persönliche Leidenschaft und technischer Innovation, aber dies muss eben mit den Regeln unseres Straßenverkehrs einhergehen."
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Bis Freitag: Dresdner Polizei nimmt Tuning-Fans ins Visier
Manches getunte Auto sei dabei von Weitem zu erkennen, manches zu hören. Aber auch der Blick in den Motorraum eines erstmal unauffälligen Fahrzeugs könne "unerlaubte oder nicht zugelassen Modifikationen" zum Vorschein bringen.
Bis inklusive Freitag kontrolliert die Polizei an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet und Umland.
Titelfoto: Bildmontage/Petra Hornig (2)
