Kein Striezelmarkt, kein Verkauf: Willy Vanilli verschenkt heute alle Pflaumentoffel

Dresden - Sie gehören zum Striezelmarkt wie Baum und Dresdner Stollen: die Pflaumentoffel. Weil der Striezelmarkt in diesem Jahr Corona-bedingt aber erneut ausfallen musste, sitzt Jörn Richter (51) wie im Vorjahr auf Tausenden der kleinen Figuren aus Backpflaumen.

Die Pflaumentoffel sind eine der wichtigsten regionalen Spezialitäten auf dem Striezelmarkt.
Die Pflaumentoffel sind eine der wichtigsten regionalen Spezialitäten auf dem Striezelmarkt.  © Thomas Türpe

Zwischen 5000 und 6000 Stück stapeln sich in Kisten. Damit die nicht in der Tonne landen müssen, will sie der Willy-Vanilli-Geschäftsführer am heutigen Dienstag gratis abgeben.

"Von 11 bis 18 Uhr verschenken wir die Toffel in unserer Filiale an der Altmarkt-Galerie", sagt Richter.

"Im Gegenzug würden wir uns freuen, wenn an das Kinder- und Jugend-Domizil Coswig gespendet wird." Darauf soll mit einem Aushang aufmerksam gemacht werden.

Dresden: Neue Großbaustelle im Dresdner Südosten - Hier wird bis Ende 2025 gebaut
Dresden Neue Großbaustelle im Dresdner Südosten - Hier wird bis Ende 2025 gebaut

"Pro Person geben wir maximal fünf Toffel ab", sagt Richter. Die werden normalerweise für 4,50 Euro pro Stück auf dem Striezelmarkt verkauft, wo sie eine der wichtigsten regionalen Spezialitäten sind.

Die Pflaumentoffel bestehen aus etwa 14 getrockneten Backpflaumen, die mit Holzstäbchen in die Form eines Schornsteinfegers gebracht werden.

Weil tausende Pflaumentoffel nicht auf dem Striezelmarkt verkauft werden konnten, verschenkt sie Jörn Richter (51) heute und bittet um Spenden.
Weil tausende Pflaumentoffel nicht auf dem Striezelmarkt verkauft werden konnten, verschenkt sie Jörn Richter (51) heute und bittet um Spenden.  © Thomas Türpe

Im vergangenen Jahr hat Richter die nicht verkauften Pflaumentoffel an Bedürftige und kommunale Einrichtungen wie Kinderheime, Hospize, Altenheime und Kitas verschenkt, die sich zuvor bei ihm melden konnten. "Da bin ich insgesamt 800 Kilometer gefahren, um die zu verteilen."

Titelfoto: Thomas Türpe

Mehr zum Thema Dresden: