Kommentar zur Rückkehr zum Lkw-Chaos auf der Stauffenbergallee

Dresden - Der Streit um den Zoll-Standort an der Stauffenbergallee läuft schon seit Jahren - und wird Dresden wohl noch lange beschäftigen. Klar ist: Der Platz für die Massen-Abfertigung von Lkw ist dort nur begrenzt vorhanden. Allerdings sind geeignete alternative Standorte Mangelware.

TAG24-Chefreporter Hermann Tydecks fühlt mit den gestrandeten Laster-Fahrern mit.  © Eric Münch

Die Verwaltung hat nach eigenen Angaben 13 Standorte geprüft und nur ein Areal an der Washingtonstraße nahe Elbepark als gut machbar eingestuft. Das sahen allerdings Fraktionen verschiedener Lager anders. Die befürchteten, dass die Probleme damit nur verschoben, aber nicht gelöst würden.

Letztlich konnten sich Verwaltung unter dem grünen Baubürgermeister Stephan Kühn (46, Grüne) und Stadtrat nicht einigen, bis die Zoll-Bundesbehörde die Umzugsplanungen erst mal ad acta legte.

Nun befürchten Anwohner erneut Lärm, Parkchaos und stinkende Hinterlassenschaften von Lkw-Fahrern, die nun wirklich auch nicht zu beneiden sind.

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Immerhin hat der Stadtrat noch eine Lösung im Blick, einen nahen Ausweichparkplatz für den jetzt wegfallenden Ausweichparkplatz einzurichten.

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Der Interimsparkplatz am Hammerweg fällt ab Mittwoch weg.  © Steffen Füssel

Allerdings würde auch eine Umsetzung dieser Notlösung sicher noch Monate dauern. Darum täte die Verwaltung sicher allen Beteiligten einen Gefallen, ab Mittwoch wenigstens ein vorübergehendes Dixi-Klo an der Stauffenbergallee aufzustellen. Das wäre nach dem unglücklichen Verlauf eigentlich das Mindeste!

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