Dresden - Und es werden immer mehr: Nach einem Aufruf wächst die Sammlung von Benjamin Venter (35) Bild um Bild an. Der Dresdner Unternehmer sucht seit Jahren Gemälde und Zeichnungen, mit denen sein Urgroßvater Walter Venter (1912-1983) ein kleines Stück heile Welt in die deutschen Wohn- und Schlafzimmer der Nachkriegszeit brachte.
Ein röhrender Hirsch, ein Kauz auf einem Ast, ein Reh im Unterholz, Landschaften und Stillleben: "Mein Urgroßvater war kein akademischer Maler, aber sehr talentiert. Über 600 Bilder hat er in der ganzen Republik verkauft", weiß der Urenkel.
Knapp 70 Bilder sind wieder im Familienbesitz, allein 35 kamen seit dem Aufruf vor einem Jahr hinzu - aus München, Stuttgart, Rosenheim.
Aus der Oberpfalz wurden zwei Landschaftsbilder im Campingwagen angeliefert.
"Die beiden Landschaftsbilder gehören zum Nachlass meines Großvaters Fritz Korinth, gebürtig aus Königsberg. Er war zuletzt Friedhofsinspektor in Jena. Er hat die Bilder vermutlich Ende der 70er-Jahre bei einem Kuraufenthalt in Tabarz erworben", erzählt Marina Korinth.
Verkaufsversuch bei Antiquitätenhändler in Nürnberg scheiterte
Nach dem Tod des Großvaters wanderten die Bilder zu den Eltern nach Augsburg, dann in den Keller von Maria Korinth in Postbauer-Heng in der Oberpfalz.
Ein Verkaufsversuch bei einem Antiquitätenhändler in Nürnberg scheiterte.
"Ich wollte diese Bilder jedoch nicht einfach wegwerfen, zum Glück wurde ich im Internet auf den Aufruf des Künstler-Urenkels aufmerksam und ich war mir mit meiner 92-jährigen Mutter einig, dass sie in Dresden gut aufgehoben sind."
Eine Bilderreise mit Happy End. Wer die Sammlung von Benjamin Venter vervollständigen will, kann sich per E-Mail (info@walter-venter.de) an ihn wenden.