Philharmonie und Semperoper mit hoher Auslastung: "Kultur ist ein gesellschaftliches Bedürfnis und kein Luxus"
Dresden - Die Kulturstadt Dresden funktioniert. Dieser Eindruck drängt sich umso mehr auf, so man sich an den Auslastungszahlen von Philharmonie und Semperoper, die dieser Tage veröffentlicht wurden, orientiert. Das ist zwar nicht repräsentativ für das Ganze der Kulturstadt, setzt doch aber ein Zeichen. Zuletzt hatten die Dresdner Musikfestspiele eine Auslastung von 96 Prozent vermeldet.
Nach ihrer Asien-Tournee mit elf Konzerten in Japan und Südkorea unter Leitung von Chefdirigent Sir Donald Runnicles (71) gehe die Philharmonie in die Sommerpause, heißt es in einer Information des Orchesters, mit Hinweis auf "eine höchst erfolgreiche Saison".
Die Auslastung sei auf 90 Prozent gestiegen, was einer Gesamtbesucherzahl von 160.145 entspräche, 19.000 Besucher mehr als im Vorjahr. 80 Prozent des Publikums seien zwischen 18 und 65 Jahren alt, die Dresdner Philharmonie bei immer mehr jungen Menschen gefragt.
"Mehr Publikum, eine höhere Auslastung und deutlich mehr junge Gäste sind für mich weit mehr als erfreuliche Kennzahlen. Sie zeigen, dass Kultur ein gesellschaftliches Bedürfnis ist und kein Luxus", so Intendantin Frauke Roth (59).
Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten gelinge es, viele Menschen zu erreichen: "Das macht uns dankbar und bestärkt uns darin, Kultur offen, zugänglich und für viele Menschen bezahlbar zu halten." Diese Zahlen seien "ein schöner Rückenwind für dieses Jubiläum" - der Konzertsaal im Kulturpalast wird nächstes Jahr zehn Jahre alt.
Semperoper durfte 300.000 Gäste begrüßen
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An der Spitze in Sachen Auslastungszahlen der Dresdner Kulturinstitutionen liegt meist und auch jetzt wieder die Semperoper. 300.000 Gäste zählte man dort in der zu Ende gehenden Spielzeit 2025/26, entsprechend einer Auslastung von 97 Prozent, Resultat aus 269 Vorstellungen in Oper und Ballett sowie 71 Auftritten der Staatskapelle in den unterschiedlichen Konzertformaten.
Man verzeichne damit eine drei Prozent höhere Auslastung als in der vorherigen Saison. "Auch in der zweiten Saison unter der Künstlerischen Leitung von Intendantin Nora Schmid eine äußerst erfolgreiche Bilanz", heißt es.
Nach der Sommerpause startet die Semperoper am 29. August mit "Carmen" in die neue Spielzeit, die Dresdner Philharmonie legt am 14. August zur Stadtfesteröffnung auf dem Theaterplatz mit dem Konzertprogramm "Viva la Vida" los.
Titelfoto: Montage: Oliver Killig, Imago/Sylvio Dittrich
