Ausstellung zum 66. Geburtstag: Holger John will's allen noch mal zeigen

Dresden - Weil es ihm weder an Selbstbewusstsein noch an Können fehlt, hat sich Zeichner Holger John zu seinem 66. Geburtstag ein besonderes Geschenk gemacht: eine eigene Ausstellung in der eigenen Galerie auf der Rähnitzgasse. "66 x John" titelt die Schau, die weniger verspricht, als sie hält. Denn sie zeigt bis 7. Juni mehr als 200 Arbeiten von John.

Galerist und Künstler Holger John vor dem Fotoporträt von Thomas Fröhlich. Das Foto entstand vor knapp zehn Jahren.  © Steffen Füssel

"Mit 66 Jahren ... – hat man zwei Möglichkeiten: mit der goldenen Klingel am Rolltor durchs Altersheim oder weitermachen", grinst John. "Es war mal wieder Zeit, meine Kunst zu zeigen."

Das letzte Mal waren seine Zeichnungen zusammen mit denen seines Vaters, Grafiker Joachim John (†2018), vor zwölf Jahren zu sehen. Eine Retrospektive zu Johns 60. Geburtstag 2020 im Penck-Hotel scheiterte an Corona.

"Alles war organisiert, die Einladungen verschickt – dann musste ich wegen der Pandemie alles absagen", erinnert sich John. Damals zierte ein Foto vom 7. Oktober 1989 die Einladung. Es zeigte Holger John in Paris.

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"Ich durfte zum 80. Geburtstag der Oma in den Westen reisen und bin heimlich nach Paris und Amsterdam gefahren, um mir große Kunst anzugucken", erinnert sich John.

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Die Galerie Holger John stellt derzeit "66 x John" mit Zeichnungen von Holger John aus.  © Steffen Füssel
Das Huhn ist gefangen: eine Tuschezeichnung der Wolfs-Serie von Holger John.  © Steffen Füssel
Der Wolf kocht sich einen Hasen – insgesamt 69 Wolfszeichnungen hängen nebeneinander.  © Steffen Füssel

Nina Hagens Sohn Otis ist am Start

Otis Hagen Chevalier (36) legt zur Vernissage im Oktogon auf.  © Imago/Vistapress

Die aktuelle Einladung ziert ein Selbstporträt – Holger John mit Blumen und einem Glas Rotwein.

Grund zum Anstoßen hat der Künstler und Galerist: Allein über 100 Selbstporträts sind in "66 x John" zu sehen, hinzu kommen rund 70 neue Zeichnungen, die über Bildnisse des Wolfes das Thema Täter und Opfer aufgreifen, alles in Schwarz-Weiß.

Zeitgleich wird es bunt: Vom 30. April bis 31. Mai ist im Oktogon der Kunstakademie Malerei auf Papier von Holger John zu sehen, unter dem Titel "Alles so schön bunt hier!".

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"Die Zeile stammt aus einem Song von Nina Hagen. Sie war sofort vom Titel begeistert, wäre auch gern zur Vernissage gekommen, arbeitet aber gerade an einem Gospelalbum mit Nana Mouskouri", weiß John.

Stattdessen legt Nina Hagens Sohn Otis Hagen Chevalier (36) als DJ auf.

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