Darum bleibt die "Blaue Fabrik" im Alten Leipziger Bahnhof

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Dresden - Unbetroffen von der Kündigungswelle auf dem Alten Leipziger Bahnhof (ALB) ist die "Blaue Fabrik".

Holger Knaak (47) und sein Verein "Blaue Fabrik" bleiben dem Alten Leipziger Bahnhof erhalten.
Holger Knaak (47) und sein Verein "Blaue Fabrik" bleiben dem Alten Leipziger Bahnhof erhalten.  © Thomas Türpe

1991 in der Dresdner Neustadt gegründet, existiert das Kulturhaus auf dem ALB seit 2016. Das Grundstück gehört Edeka - der befristete Mietvertrag wurde gerade verlängert.

Rund 50 Musiker üben in den 15 Proberäumen oder unterrichten darin: "In der Woche gehen hier rund 300 Musikschüler ein und aus. Jazz-Studenten der Musikhochschule sammeln hier ihre ersten Konzerterfahrungen", so Vereins-Chef Holger Knaak (47).

Auch vor dem Hintergrund von ungesicherter Kulturförderung steht die "Blaue Fabrik" stabil da. 100.000 Euro muss Knaak jährlich aufbringen, nur ein Drittel kommt dabei über Fördermittel: "Ich habe seit Jahren darauf hingearbeitet, dass wir unabhängig wirtschaften. Über die Miete und Veranstaltungen holen wir das Geld rein."

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Im Zentrum der "Blauen Fabrik" steht eine Vereinigung aus elf zeitgenössischen Dresdner Künstlern, darunter Musiker, Komponisten, Tänzer: "Wir machen hier alles ehrenamtlich, und jeder geht noch arbeiten."

Rund 50 Musiker üben in den 15 Proberäumen der "Blauen Fabrik".
Rund 50 Musiker üben in den 15 Proberäumen der "Blauen Fabrik".  © Thomas Türpe
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Kürzlich wurde ein neuer Konzertraum eingeweiht, und das nächste Sommerfest mit bis zu 1000 Besuchern steht an: "Perspektivisch wäre mehr Planungssicherheit schön und damit verbunden ein unbefristeter Mietvertrag" so Knaak, der das Mietverhältnis mit Edeka lobt. Ein Traum bleibt es, die Immobilie irgendwann zu kaufen.

Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe

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