Das wird voll Neunziger! DJ Discohummel kehrt mit "Stadion Beats" zurück

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Dresden - Keine Spitzel mehr auf der Tanzfläche. Keine Quote mehr für Westhits. In den Neunzigern schossen Großraum-Discotheken in Dresden und Umgebung (wie z. B. das Radebeuler Mega-Drome) regelrecht aus dem Boden. Das Partyvolk feierte nach der Wende zu Hits von Mr. President, Snap und Scooter. Im Stadion sollen die wilden 90er nun wieder aufleben.

Die überdachte VIP-Terrasse des Rudolf-Harbig-Stadions verwandelt sich am Samstag in eine Disco.
Die überdachte VIP-Terrasse des Rudolf-Harbig-Stadions verwandelt sich am Samstag in eine Disco.  © Dennis Hetzschold

Genau diese Zeit will DJ "Discohummel", alias André Penzel (50), huldigen - am Samstag (ab 20 Uhr, Eintritt 11 Euro) legt er im Rudolf-Harbig-Stadion (überdachte VIP-Terrasse) bei "Stadion Beats" Roxette, Ace of Base & Co auf.

"Digital", sagt er, und ein bedauernder Unterton schwingt dabei mit. 12.000 Schallplatten und 2000 CDs gehörten einst zu seinem Handwerkszeug. "10.000 Vinylscheiben habe ich vor sieben Jahren entsorgt. Denn seit 2015 bestreite ich nur noch drei, vier Auftritte im Jahr. Mache nur noch das, was mir Spaß macht."

Seine Brötchen verdient der gelernte Elektriker mit seiner Werbefirma "Penzel Media", die sich auf Folientechnik und Textildruck spezialisiert auf.

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In den berüchtigten 90er-Jahren war er Sachsens Hans Dampf in allen Gassen, legte vom Zittau bis Zwickau auf, wo er auch seine Frau Conny in einer Disco kennenlernte.

"Zu DDR-Zeiten war ich als DJ Jungle Fever unterwegs. Als in den 90er-Jahren mal gelbe Shirts mit schwarzen Streifen in Mode kamen, hatte ich meinen Spitznamen weg. Seither bin ich die Discohummel."

"Discohummel" André Penzel (50) hat noch einmal seinen Plattenspieler und Vinylplatten aus den 90er-Jahren ausgekramt.
"Discohummel" André Penzel (50) hat noch einmal seinen Plattenspieler und Vinylplatten aus den 90er-Jahren ausgekramt.  © Petra Hornig
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Discohummel" André Penzel (r.) mit seinem "Zögling" DJ Alex Sky, der ihn am Samstag im Stadion unterstützt.
Discohummel" André Penzel (r.) mit seinem "Zögling" DJ Alex Sky, der ihn am Samstag im Stadion unterstützt.  © privat

Kati Witts Filmproduzent wurde 1996 erschossen

Im Seidnitzer "Fun" war Penzel Resident DJ. Wie auch in der "Dance Factory", die in den 90er-Jahren noch "Hollywood" hieß.

Der Ü-50-Generation dürfte der Name schaurig in den Ohren klingen: Im Mai 1993 verunglückte die beliebte TV-Ansagerin Antje Garden (†42) tödlich auf der Fahrt ins "Hollywood". Der Besitzer der Disco, Filmproduzent Thomas Bürger und Freund von Eislaufstar Katarina Witt (55), wurde 1996 von seinem Geschäftspartner in Dresden erschossen.

Titelfoto: Bildmontage: Dennis Hetzschold, Petra Hornig

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