Dieser Dresdner hat das Gastro-Gen: Innenarchitekt gestaltete schon 50 Restaurants

Dresden - 50 Lokale in zwölf Jahren - Norbert Mutschmann (58) ist auf den Geschmack gekommen. Auch als Gast, in erster Linie aber als Innenarchitekt. In Dresden und Umgebung hat er mit seinem Unternehmen "nm interieur" 50 Restaurants eingerichtet.

Innenarchitekt Norbert Mutschmann (58) steht in seiner Werkhalle inmitten einer künftigen Nasszelle.  © Holm Helis

Sein erstes Objekt: das Asia-Lokal "fu long" im WTC. "Ich startete nach zehn Jahren Lehre an der HWT mit zwei Mitarbeitern als Unternehmer, damals noch in der alten Gardinenfabrik", erinnert sich Mutschmann.

Heute beschäftigt er in seinen 1500 qm großen Werkstatthallen in Prohlis 13 Mitarbeiter. "Vom Entwurf bis zum Einbau liegt alles in einer Hand. Unsere Aufträge reichen von 30.000 bis 300.000 Euro. Wir sind ein gutes Mittelfeld - zwischen Tischlerei und Hellerau", sagt Mutschmann stolz, der auf Burg Giebichenstein in Halle studiert hat.

Ein Drittel seiner Aufträge realisiert er in der Gastronomie, ein Drittel in Privathaushalten, ein Drittel im Non-Food-Bereich wie in Praxen oder Kliniken.

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Wenn Mutschmann durch die Dresdner Innenstadt schlendert, stößt er auf Schritt und Tritt auf seine Arbeit.

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Zu den aufwendigsten Aufträgen zählte 2016 die Einrichtung des "Enchilada" auf der Wilsdruffer Straße.  © Ove Landgraf
In dunklen Farben und Gold konzipierte Norbert Mutschmann die "Bodega Madrid" am Dresdner Neumarkt.  © Eric Münch
Mit opulenten Wandreliefs schmückte "nm interieur" das "Enchilada" aus.  © Ove Landgraf
Das vietnamesische Lokal "Nam Dinh" in Leuben - gestaltet von Norbert Mutschmann.  © Holm Helis

Größter Auftrag führt Mutschmann in die Schweiz - zu einem Dresdner

Auftragsbesprechung (v.l.): Norbert Mutschmann, Tischler Fynn Rösch (23), Praktikantin Yeji Cho (30), Monteur Rene Thomas (48) und Tischler Enrico Barthel (50).  © Holm Helis

"Champagner Lounge", "Enchilada", "Bodega Madrid", "Almrausch", "Bruno's" - sind nur einige Restaurants, die Mutschmanns Handschrift tragen.

Mit "Tapas Barcelona", "Hofzwanzig", "Meet the Greek", "Nam Dinh", "Milchmädchen" oder Dorint-Hotel-Restaurant ließe sich die Aufzählung fortsetzen.

"Ich arbeite viel auf der Altstadtseite, in der Neustadt machen die Leute viel selbst", schmunzelt Mutschmann. Gerade arbeitet er am "Aca" am Jüdenhof, das am Donnerstag eröffnet. "Und ich habe eine Ausschreibung für Ferienwohnungen auf der Festung Königstein gewonnen."

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Sein aufwendigster Auftrag allerdings führte ihn auf das Privatanwesen eines Dresdners in der Schweiz. Mehr verrät Mutschmann nicht. Was hinter der Tür passiert, bleibt Privatsache.

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