Dresdner Künstler macht kurzen Prozess: Porträt von Jens Spahn fliegt raus!
Dresden - Raus aus Fraktionsvorsitz und Galerie: Als Unions-Fraktions-Chef ist Jens Spahn (46) zurückgetreten. Aus dem Benefiz-Katalog des Dresdner Künstlers Esteban Velázquez von Wilhelm (46) flog der CDU-Politiker raus. Grund in beiden Fällen: öffentlicher Druck aufgrund der Leihmutter-Affäre.
Ein lebensgroßes Porträt von Jens Spahn und ein zweites von seinem Mann Daniel Funke (44) - mit je 20.000 Euro ausgepreist - gehörten zu den 101 Bildern, die von Wilhelm zugunsten der Erdbebenopfer in seinem Heimatland Venezuela noch bis 10. August verkauft.
Über die Aktion "Deutschland hilft" fließen 100 Prozent des Verkaufserlöses nach Venezuela - bislang kamen über 7000 Euro zusammen.
"Viele Freunde und Bekannte haben mich wegen des Spahn-Falls kontaktiert", so von Wilhelm. Sie alle legten nahe, die Porträts aus der Aktion zu entfernen. Das ist am Montag geschehen.
"Ich persönlich möchte mit meiner Kunst keine politischen Positionen beziehen, das hätte mich in meinem Heimatland beinahe das Leben gekostet", so von Wilhelm.
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Dresdner Künstler wirft Jens Spahn raus
"Meine Kunst ist schlicht eine Verbindung von Geschichte und Gegenwart, die sich nicht an Ideologien oder persönlichen Vorlieben orientiert. Die Porträts von Jens Spahn und Daniel Funke entstanden noch vor dem Maskenskandal", so von Wilhelm.
Beide Porträts (Öl auf Holz) mit den Nummern 9 und 10 wurden aus dem Benefizkatalog (vonwilhelmart.de) entfernt und durch andere Kunstwerke ersetzt.
Titelfoto: Petra Hornig, privat
