Dresdner Künstler revanchiert sich bei Herzinfarkt bei Klinik: "Hat mir das Leben gerettet!"

Dresden - Wer ein Haus baut, dokumentiert den Baufortschritt - ob stolzer Besitzer eines Eigenheimes oder eines modernen Klinikums. Da macht das Dresdner Herzzentrum keine Ausnahme - oder eben doch. Denn alle Phasen des 300 Millionen Euro schweren Neubaus an der Ecke Blasewitzer Straße/Fetscherstraße hält ein Künstler fest: der Zeichner Kay "Leo" Leonhardt (60).

Geschäftsführer Oliver Wehner (41, l.) und Künstler Kay „Leo“ Leonhardt (60) zeigen das erste Kunstwerk für die Grundsteinlegung.  © Norbert Neumann

Auf seiner ersten großformatigen Herz-Zeichnung werden sich am Freitag alle rund 200 Gäste der Grundsteinlegung verewigen.

"Danach halte ich den Bau in weiteren Zeichnungen fest, das Richtfest wie auch die Einweihung", verspricht Leo, der für seine Kunstwerke mit Vögeln und Fischen weit über Dresden hinaus bekannt ist.

"Alle Bilder werden dann im Foyer des Neubaus zu sehen sein, als etwas andere, künstlerische Baudokumentation", freut sich Geschäftsführer Oliver Wehner (41).

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Das Herzzentrum liegt Künstler Leo persönlich am Herzen: "Nach meinem Herzinfarkt 2025 wurden beim Ultraschall-Nachsorge-Check im Herzzentrum drei Blutgerinnsel entdeckt - und rechtzeitig aufgelöst. Das Team hat mir das Leben gerettet."

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Nach dem Herzinfarkt muss Leo Pillen schlucken. Die Tablettenboxen sind so bunt wie seine Malerpalette.  © Norbert Neumann
Kay "Leo" Leonhardt bei der Nachsorge 2025: Ärztin Elena Haußig (42, l.) und Schwester Patricia Leuthold (28) verkabeln den Künstler im Herzzentrum.  © Thomas Türpe

Von seiner Lebensfreude will Leo künftigen Patienten gern abgeben. "Und wir möchten den Patienten neben der medizinischen Versorgung auch die Kunst ans Herz legen", ergänzt Wehner.

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