Edle Modeboutique "hagenMai": Was hier anders als bei der Konkurrenz ist
Dresden - Er liebt Mode, feine Stoffe, Frankreich, Oper und Ballett. Die Stadt seiner Träume ist Paris - das Leben aber genießt Hagen Mai (54) seit einem Jahr in Dresden. Nach zehn Jahren im Berliner Luxus-Kaufhaus "Lafayette" betreibt er nun seine edle Modeboutique "hagenMai" in der Landhausstraße zwischen Stadtmuseum und Neumarkt - und in Nachbarschaft der Premiumhäuser "Silbermann" und "Papenbreer".
"Doch das ist keine Konkurrenz für mich. Ich führe keine Marken mit weltberühmten Namen. Ich habe Mode von 15 Marken aus Italien, Frankreich, Dänemark, Schweden, Österreich und Deutschland, die vorrangig in Europa Naturmaterialien verarbeiten. Cashmere, Leinen, Seide - Stoffe und Garne, die sich wunderbar anfühlen", schwärmt Mai.
Er liebt Kleidung, die ein bisschen avantgardistisch und nicht nur eine Saison aktuell ist. Die hat ihren Preis: 200, 300 Euro, der teuerste Cashmere-Pullover von "Henry Christ" kostet 1000 Euro. "Aber es ist ein Pullover fürs Leben", sagt Mai, während seine Augen strahlen.
Dabei kam der studierte Hotelier, der 14 Jahre in Paris gelebt hat, nur über einen Zufall zur Mode. "Eine Tante hatte ein Modegeschäft im Untergeschoss des Lafayette. Ich sollte krankheitsbedingt nur mal einen Tag einspringen - daraus wurden zehn Jahre", lacht Mai.
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Französische Musik beim Shoppen
"Als das Lafayette 2024 schloss, stand die Frage im Raum: wohin nun?" Die Antwort lag für den gebürtigen Bautzner fast auf der Hand: "Dresden. Ich liebe diese Stadt. Hier war ich 1995 als Praktikant in der Eröffnungsphase des Kempinski. Und hier bin ich jetzt in der Nähe meiner Eltern." Von der Möglichkeit, Opern und Ballett zu genießen, ganz zu schweigen.
"Ich bin ein großer Wagner-Fan", verrät Mai. In seiner Boutique jedoch erklingt französische Musik, bei kleinen Konzerten für seine Kunden musizieren Solisten auf Harfe, Cello oder Violine. "Modenschauen halte ich für eine Sache aus den 80er- und 90er-Jahren."
Hagen Mai geht seinen eigenen Weg.
Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe (2)