Eigentlich ist bei Dresdens "Bibos" alles top, bloß eine Sache nervt

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Dresden - Die Städtischen Bibliotheken wurden 2025 zum zweiten Mal zur "Bibliothek des Jahres" gewählt. Doch der  optimistische Blick in die Zukunft ist getrübt durch drohende Sparmaßnahmen.

Marit Kunis (51, l.), Direktorin der Städtischen Bibliotheken, mit Annekatrin Klepsch (48, Linke), Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft und Tourismus, vor der Bibliothek in der Fetscherstraße 67.
Marit Kunis (51, l.), Direktorin der Städtischen Bibliotheken, mit Annekatrin Klepsch (48, Linke), Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft und Tourismus, vor der Bibliothek in der Fetscherstraße 67.  © Thomas Türpe

Erstmals wurde 2025 die Marke von 50.000 Abonnenten geknackt, die ihren Bibliotheksausweis für zwei Jahre abgeschlossen haben.

In den 20 Standorten der städtischen Bibliotheken wurden rund 1,7 Millionen Besucher verzeichnet, somit um 5,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Über 3,9 Millionen Medien wurden ausgeliehen: "Gerade im digitalen Zeitalter, wo alles online verfügbar scheint, sind Bibliotheken nicht etwa ersetzbar, sondern gehören zur kulturellen und literarischen Grundversorgung der Bürger", unterstreicht Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (48, Linke).

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Denn die Bibliotheken seien längst Orte der Begegnung und des Austauschs für die Bürger in ihren Stadtteilen geworden, betont Marit Kunis (51):

"Alle Nutzer können mit ihrem Bibliotheksausweis und einer App weltweit 7500 Tageszeitungen und Magazine lesen. Gleichzeitig findet der Leser in Cotta ein anderes Sortiment als der Leser in Blasewitz", erklärt die Direktorin der Städtischen Bibliotheken den Erfolg.

Die Bibliothek bietet Platz, um ungestört zu lesen oder in Gruppen zu lernen.
Die Bibliothek bietet Platz, um ungestört zu lesen oder in Gruppen zu lernen.  © Thomas Türpe
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Sorgen bereitet Blick in die Zukunft

Die neue Johannstädter Bibliothek ist Teil des "Open-Library-Projekts" und damit an sieben Tagen die Woche bis zu zehn Stunden täglich geöffnet.
Die neue Johannstädter Bibliothek ist Teil des "Open-Library-Projekts" und damit an sieben Tagen die Woche bis zu zehn Stunden täglich geöffnet.  © Thomas Türpe

Sorgen bereitet der Blick in die Zukunft. Die Stadt bezuschusst die Bibliotheken mit "rund 10 Millionen Euro pro Jahr", berichtet Klepsch. Aber die Summe sei "wiederholt um 200.000 Euro" gekürzt worden, ergänzt Kunis.

Weiterhin sollen renommierte und unentdeckte Autoren eingeladen und Events organisiert werden. Dennoch stünde "ein Kampf im Stadtrat" an, um die Städtischen Bibliotheken zu sichern.

Titelfoto: Thomas Türpe

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