Ehering beim Waldspaziergang verloren: Pirnaer hilft Rentnerin so rührend

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Pirna - Er ist wahrlich der Herr der Ringe. Sondensucher Thomas Starke (38) aus Pirna hat jetzt eine Rentnerin aus Oberloschwitz mächtig glücklich gemacht. Das wichtigste Erinnerungsstück an ihren geliebten Gemahl war verschwunden - aber zum Glück nicht für immer.

Martina Pietzsch (81) ist "SachsenSucher" Thomas Starke (38) unendlich dankbar. Für TAG24 begaben sich beide nochmals zu der Stelle im Wald, wo der Ring unbemerkt von der Hand gerutscht war.
Martina Pietzsch (81) ist "SachsenSucher" Thomas Starke (38) unendlich dankbar. Für TAG24 begaben sich beide nochmals zu der Stelle im Wald, wo der Ring unbemerkt von der Hand gerutscht war.  © Steffen Füssel

Dankbar schaut Martina Pietzsch (82) Sondensucher Thomas Starke (38) an. Er hat ihr einen Schatz zurückgebracht, den kein Gold aufwiegt. "Unsere Eheringe, die miteinander zu einem Ring verschmolzen wurden", sagt die frühere Kinderärztin und erzählt von ihrem Mann, der 2020 verstarb.

"Am 5. Februar war der Ring plötzlich weg", berichtet Tochter Ulrike Wollschläger (51). "Für Mutti war der Verlust so, als wäre Vati nochmals gestorben."

Erschüttert und in Tränen aufgelöst zerbrach sich die Seniorin den Kopf. War der Doppelring irgendwo im Haus? Oder auf dem Friedhof, wo sie am Morgen das Grab ihres Mannes gepflegt hatte?

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Ein Foto brachte den ersten Schritt zur Lösung. "Es war bei einer Kaffeerunde am Nachmittag aufgenommen worden - da ist der Ring an Muttis Hand zu sehen", so die Tochter.

Mit solch einer Spezialsonde fahndet der "SachsenSucher" nach verlorenen Schätzen.
Mit solch einer Spezialsonde fahndet der "SachsenSucher" nach verlorenen Schätzen.  © Steffen Füssel
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Starke: "Die eigentliche Schatzsuche ist in Sachsen verboten"

Wieder sicher an der Hand: die beiden miteinander verschmolzenen Trauringe.
Wieder sicher an der Hand: die beiden miteinander verschmolzenen Trauringe.  © Steffen Füssel

Schnell wurde klar, dass der Verlust beim anschließenden Spaziergang passiert sein muss. Also in einem Waldstück am Oberloschwitzer Kotzschweg. "Daraufhin erzählte mir mein Freund von einem Sondengänger aus Pirna, der Ringe gezielt sucht."

Gemeint war "SachsenSucher" Starke aus Pirna. Er reiste an und fand den Schatz binnen 15 Minuten. "Ich mache das für einen Finderlohn und die Anfahrtskosten", sagt er bescheiden.

Er fand schon Ringe in Seen, auf dem Feld oder im Wald. "Aber was ich mache, ist gerade noch so im Bereich der Legalität", warnt Starke, der für seine Sonde 1400 Euro bezahlt hat.

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"Die eigentliche Schatzsuche ist in Sachsen verboten. Und wenn wer doch etwas findet, das gehört dem Freistaat. Es muss abgegeben werden."

Titelfoto: Steffen Füssel

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