Gigantische Tiere übernehmen Dresden: Dieser Künstler steckt dahinter

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Dresden - Eine riesige Taube hinter der Schauburg, eine gigantische Katze in der Görlitzer Straße - in seinen Bildern lässt Künstler Robert Richter (41) bewusst Tiere die Stadt übernehmen. Genau dadurch zeigt er, wie klein der Mensch manchmal denkt.

Fassadenkünstler Robert Richter (41) hat sein Atelier im Hechtviertel.
Fassadenkünstler Robert Richter (41) hat sein Atelier im Hechtviertel.  © Petra Hornig

Seine Werke tragen Namen wie "Elbwiesen" oder "Görlitzer Straße" und zeigen bekannte Dresdner Orte neu gedacht - oft grüner, oft überraschend verändert. Dabei geht es ihm nicht um erhobene Zeigefinger: "Ich möchte Impulse setzen, aber niemanden belehren."

"Mit 13, 14 habe ich die Liebe zum Graffiti entdeckt", sagt Richter. Acht Jahre lang prägte die Straße seinen Stil, bevor er zehn Jahre als Mediengestalter in einer Agentur arbeitete.

Doch dort fehlte ihm die Freiheit: "Das Agenturbusiness war mir zu trocken - ich konnte meine Impulse nicht setzen."

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Vor rund 15 Jahren fand er seine klare Richtung: Natur, Nachhaltigkeit und Tierschutz. "Das ist heute total authentisch für mich. Mein Job ist ein Spiegel meines Lebens." Seine Kunst macht Tiere zu Hauptdarstellern im XXL-Format.

"Das Tier ist plötzlich ganz groß und der Mensch bekommt mal die Perspektive, in der sonst das Tier steckt."

Die Görlitzer Straße mit Katze - rette sich, wer kann!
Die Görlitzer Straße mit Katze - rette sich, wer kann!  © Petra Hornig
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Auf dem Richter-Kunstwerk an einer Kita wird der Jet zum Vogelfutter.
Auf dem Richter-Kunstwerk an einer Kita wird der Jet zum Vogelfutter.  © Petra Hornig

Fassadenkünstler Robert Richter: Hier können seine Werke bestaunt werden

Auch am S-Bahnhof Klotzsche hat Robert Richter unübersehbar "zugeschlagen".
Auch am S-Bahnhof Klotzsche hat Robert Richter unübersehbar "zugeschlagen".  © Petra Hornig

Seine Kunst bleibt nicht nur auf der Leinwand: Auch Fassaden hat Richter bereits "tierisch" erobert, unter anderem am Bahnhof Klotzsche, an der Kita "Marta" sowie an verschiedenen Hauswänden.

Mit Pinsel, Rolle, Acryllack und Spraydose bringt er seine Motive direkt in den urbanen Raum. "Fassadengestaltung möchte ich unbedingt wieder mehr machen - ein, zwei Projekte im Jahr wären perfekt."

Anzuschauen gibt es die Kunstwerke in seinem Atelier in der Neustadt und im September bei der Messe "Neue Art".

Titelfoto: Bildmontage: Petra Hornig

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