Meisterwerk von Frans Francken II. zurück in Dresden

Dresden - Ankaufserfolg für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD): Für die Gemäldegalerie Alte Meister wurde das Bild "Allegorie der Folgen des Krieges" von Frans Francken II. (1581-1642) zurückerworben.

Franckens Gemälde, entstanden um 1615.  © Van Ham Kunstauktionen/Saša F

Möglich wurde der Ankauf durch die finanzielle Unterstützung der Fontana Stiftung Baden-Baden und der Ernst von Siemens Kunststiftung. Das Gemälde war bei einer Kunstauktion in Köln entdeckt und ersteigert worden. Als Nächstes soll es in der Restaurierungswerkstatt untersucht und anschließend in der Ausstellung gezeigt werden.

Die Geschichte des Bildes ist eine, wie sie viele Werke betrifft: August der Starke hatte es vor etwa 300 Jahren für seine Sammlung erworben. 1924 gelangte es im Zug der Fürstenabfindung in Privatbesitz und blieb fast ein Jahrhundert verschwunden.

Frans Francken II., geboren 1581 in Antwerpen, prägte mit seiner Malerfamilie über mehrere Generationen die Kunst seiner Heimatstadt. Er war bekannt für detailreiche Bilder mit vielen Figuren und unterschiedlichen Themen.

Dresden Kultur & Leute Sechs Tipps für Euren perfekten Sonntag in Dresden und Umgebung

Das Gemälde erzählt von den zerstörerischen Folgen des Krieges. In einer kahlen Landschaft versammeln sich zahlreiche symbolische Figuren: Ein Krieger steht im Mittelpunkt und wird von den Kriegsgöttern Mars und Bellona ausgerüstet.

Anzeige

Für Holger Jacob-Friesen, Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister, ist die Rückkehr des Bildes "ein wahrer Glücksfall". Durch sein Motiv und seine wechselvolle Geschichte biete es den Anlass, über die Schrecken und Langzeitfolgen von Kriegen nachzudenken: "Dabei ist der Wunsch nach Frieden dem Bild deutlich eingeschrieben."

Mehr zum Thema Dresden Kultur & Leute: