Mit Mauersberger und Bach: Gedenkkonzert des Kreuzchores

Dresden - Der Gedenktag des 13. Februar liegt noch voraus, wenn der Kreuzchor am kommenden Samstag Bachs berühmte h-Moll Messe aufführt und das Gedenken kalendarisch vorwegnimmt.

Kreuzchorkonzert mit Orchester in der Kreuzkirche - so wird es am Samstag wieder sein.  © Martin Jehnichen

Geleitet wird das Konzert von Kreuzkantor Martin Lehmann (52). Es musizieren der Kreuzchor und das Dresdner Festspielorchester, außerdem die Solistinnen und Solisten Miriam Feuersinger und Hanna Zumsande (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Eric Stokloßa (Tenor) und Tobias Berndt (Bass).

Zu Beginn erklingt Rudolf Mauersbergers Motette "Wie liegt die Stadt so wüst" – ein Stück, das wie kaum ein anderes mit dem Gedenken an das zerstörte Dresden verbunden ist und den Ton für den Abend vorgibt.

Die h-Moll-Messe gilt als Bachs musikalisches Vermächtnis. Sie ist keine Gebrauchsmusik für den Gottesdienst, sondern ein in Jahrzehnten gewachsenes Gesamtkunstwerk, in dem der Komponist die gesamte Spannweite seines Könnens bündelt: strengste Polyphonie neben innigster Kantabilität, jubelnde Chöre neben zutiefst persönlichen Arien.

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Vom bittenden Kyrie bis zum friedvollen Dona nobis pacem entfaltet sich eine Musik, die über Konfessionen und Zeiten hinausweist.

"Das Werk ist Bachs Opus magnum, der Schwierigkeitsgrad ist unübertroffen", so Kreuzkantor Martin Lehmann im September bei der Vorstellung des Konzertjahres: "Für unsere Kruzianer ist es eine große Herausforderung – und eine große Chance."

7. Februar, 17 Uhr, Kreuzkirche, Karten zwischen 10 und 32 Euro.

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