Nach Tod von berühmtem Architekt: Tochter führt Arbeit ihres Vaters fort

Dresden - Der Name Prof. Peter Kulka (1937 bis 2024) ist untrennbar mit dem Sächsischen Landtag verbunden. Der renommierte Dresdner Architekt entwarf den Landtagsneubau mit Plenarsaal in den 1990er-Jahren. Die Architektur des einst ersten neuen Parlamentsgebäudes der ostdeutschen Bundesländer gilt heute vielen als wegweisend.

Prof. Peter Kulka ist im Jahr 2024 verstorben.  © imago/C3 Pictures

Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) beauftragte 2019 Kulkas Büro mit den Planungen für die Sanierung und Erweiterung des Landtags.

Nach dem Tod des Architekten übernahm seine Tochter Katrin Leers-Kulka (50) dort die Geschäfte. Sie hatte davor ihrem Vater mehr als zwei Jahrzehnte lang bei der Arbeit zur Seite gestanden.

"Ich führe die Arbeit in seinem Sinne auf meine Art fort", sagt Leers-Kulka, die sich selbst "meinungsstark" nennt und als Architektin "verbindende Lösungen" sucht. Architektur aus dem Büro Kulka wird weiterhin klar, minimalistisch, funktional und zeitlos sein.

Dresden Kultur & Leute Go Stumpi Go! Wolfgang Stumph wird heute 80 - Dresdner Prominente gratulieren ihm

Katrin Leers-Kulka spricht vom Ensemble des Landtags mit den geplanten Erweiterungsbauten als "Stadt in der Stadt".

Anzeige
Katrin Leers-Kulka (50) in der Dresdner Centrum Galerie. Sie führt das Büro weiter, das ihr Vater Peter Kulka gegründet hat.  © Norbert Neumann
Bauarbeiter 1993 beim Innenausbau des Plenarsaals. Glas und Stahl prägen die Architektur.  © dpa/ Matthias Hiekel
90 Prozent der Aufträge für den neuen Landtag gingen 1990er-Jahren an einheimische Unternehmen.  © dpa/Matthias Hiekel
Ihr Hauptaugenmerk bei dem vor ihr liegenden Projekt liegt auf der Sanierung. "Das Parlament muss immer arbeitsfähig sein", betont sie.

Mehr zum Thema Dresden Kultur & Leute: