Dresden - Seit mehr als 110 Jahren wird in der Leutewitzer Windmühle kein Mehl mehr gemahlen. Stattdessen ist die anno 1839 erbaute Turmholländerwindmühle ein beliebtes Ausflugslokal. Seit wenigen Wochen wird die Mühle unter dem Namen "Molino" von Amine Ait Lachgar (42) und seiner "rechten Hand" Sven Schückel (44) bewirtschaftet.
"Wir haben über den Jahreswechsel die Mühle etwas aufgefrischt, kleine Reparaturen vorgenommen und sind jetzt für die Sommersaison gerüstet", sagt Lachgar stolz.
"Ab 13. Mai öffnet der gesamte Außenbereich mit Beachvolleyball-Feld, Badminton-Feld, kleinem Fußballplatz, Grill und Imbiss."
Schon am 30. April lodert ein Hexenfeuer. "Im Sommer sind Salsa-Kurse geplant, bis dahin haben wir auch die alte Minigolf-Anlage überholt", verspricht der Marokkaner, ein Veranstaltungskaufmann, der auch als Dolmetscher arbeitet.
Reichlich Gastro-Erfahrung bringt Sven Schückel mit, der zuletzt in der Champagnerlounge am Neumarkt Gäste verwöhnt hat.
In der Mühle tafelt er nun mit seinem siebenköpfigen Team deutsch-mediterrane Küche auf - von Penne Arrabiata (12,90 Euro) bis Entrecôte (26,90 Euro). Bratwurst & Co. gibt's an der Selbstbedienung im Freien.
Mühle besitzt Gastraum mit 22 Plätzen
Die Mühle wird auf drei Etagen genutzt: im Erdgeschoss mit Bar und wetterfester Außengalerie (80 Plätze), mit einem Gastraum (22 Plätze) in der ersten Etage und einem Raum für Feiern (bis 20 Personen) in der zweiten Etage.
1914 gab die Mühle zwar ihren Betrieb auf, doch ihr technisches Innenleben blieb erhalten und kann bestaunt werden.
Sie ruht übrigens auf sogenanntem Plänergestein, das für das fünfte Lichtloch des "Tiefen Elbstolln" zwischen Freital und Dresden ausgehoben wurde.