Dresden - Zwischen Fressbuden, Kunsthandwerk und Riesenrad verstecken sich auf dem diesjährigen Frühjahrsmarkt zwei Buden mit großen Träumen: In den sogenannten Newcomer-Hütten dürfen insgesamt zwölf ausgewählte Nachwuchs-Unternehmer ihre Ideen kostenlos präsentieren.
In der geteilten großen Hütte präsentiert Celine Hesse (26) ihren handgefertigten Blumenschmuck: "Ich pflücke die Blumen selbst, presse sie und verfertige sie dann zum Schmuckstück", berichtet die Designerin.
Vergissmeinnicht, Hortensien oder Tränendes Herz werden so zu Ohrringen und Medaillons. Hintergrund der Geschäftsidee für ihre "Linesschmuckstube" war ein Lebenseinschnitt der Hallenserin: "Ich habe mal beim Zoll gearbeitet, musste dann gesundheitlich einen herben Rückschlag verkraften."
Während der Genesungszeit kam die Idee, "mich und andere mit Blumenschmuck glücklich zu machen".
Hüttennachbarin ist Sindy Kunzmann (35) mit ihrer "Schaumwerkstatt" aus Crottendorf im Erzgebirge. Die Geschäftsidee entstand zufällig: "Ich war in einer Buchhandlung und mir fiel Buch über Seife in die Hände", erzählt die Jungunternehmerin lachend.
Was als Nebenjob begann, wurde im vergangenen November zur Selbstständigkeit: "Unsere Seife wird mit Kaltverseifung hergestellt und reift vier Wochen." Die Salzseifen "für besonders empfindliche Haut" lagern sogar drei Monate.
Frühjahrsmarkt-Newcomer wechseln sich ab
In der kleineren Newcomer-Hütte bietet Anna Pfeil (33) ihre Blumenkreationen an. Nach Ausbildung zur Floristin und mehrjähriger Anstellung, Meisterabschluss und Gründung ihres eigenen Betriebs "Blütenpfeilchen" freut sie sich über den Stand auf dem Frühlingsmarkt: "Eine Kundin hat mich auf die Newcomer-Aktion hingewiesen und nun darf ich hier sein."
Noch bis Donnerstag sind die drei Jungunternehmerinnen auf dem Altmarkt vertreten. Danach ziehen andere Neugründer für sechs Tage ein.