Poesie auf der Hauptstraße: Heute startet der Schaubudensommer

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Dresden - Straßen-Kleinkunst und Kuriositäten, Akrobatik, Musik und Poesie: Einmal mehr macht der Schaubudensommer von Dienstag bis Donnerstag die Hauptstraße zwischen Jorge-Gomondai-Platz und Goldenem Reiter für drei Tage zu einer Zaubermeile unter freiem Himmel.

Markenzeichen des Schaubudensommers: Die fantasievollen "Himmelswaben" der chilenischen Künstler Muriel & César.
Markenzeichen des Schaubudensommers: Die fantasievollen "Himmelswaben" der chilenischen Künstler Muriel & César.  © Amac Garbe

Der Schaubudensommer hat sich gehäutet und über die vergangenen Jahre verändert. Was geblieben ist, sind die "Himmelswaben" des chilenischen Künstler-Duos Muriel Cornejo und César Olhagaray - flirrende textile Installationen an den Stämmen und in den Baumkronen der Hauptstraßenplatanen.

Diese Kunstwerke hatten schon das Areal des Schaubudensommers im Hof hinter der Scheune an der Alaunstraße überspannt, wo das Spektakel 1998 mal begann.

Klar, die namensgebenden Buden gibt es nicht mehr. Der Schaubudensommer wurde niedrigschwelliger, lockt Neugierige seit Jahren ohne Eintrittspreise gegen Hutspende und erreicht so ein größeres Publikum - auch wenn manche Fans das Jahrmarkt-Flair der Scheunen-Jahre vermissen mögen.

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Mit Beginn der Scheuen-Sanierung musste das Festival weichen, etablierte sich auf der Hauptstraße. Gleichzeitig übernahm Heiki Ikkola, Schaubuden-Ko-Direktor neben Helmut Raeder, die Leitung des Societaetstheaters, das ebenfalls wegen Umbaumaßnahmen nach draußen zog.

Schweizer Theaterkarussell "Karruzik" ist wieder Teil des Programms

Das legendäre "Karruzik"-Kaussell kehrt nach langen Jahren mit Live-Musik zurück.
Das legendäre "Karruzik"-Kaussell kehrt nach langen Jahren mit Live-Musik zurück.  © André Wirsig

Ikkola initiierte zudem das Zirkustheater-Festival, das sich eine Zeit lang mit dem Schaubudensommer zu verzahnen schien. Das soll sich nun wieder ändern, beide Events wollen eigenständiger werden.

Das Zirkustheater-Festival wich in diesem Jahr zeitlich aus und verzichtete zudem auf eine Bespielung der Hauptstraße. Der Schaubudensommer wiederum hat etwa keine große Hochseilartistik mehr im Programm. So wollen beide Festivals ihr Profil neu schärfen.

Was Nostalgiker freuen dürfte: Das einst so beliebte Schweizer Theaterkarussell "Karruzik" ist seit vielen Jahren wieder Teil des Programms. Ikkola wiederum präsentiert mit seiner Company Cie. Freaks & Fremde erstmals die Theater-Geisterbahn "Ghost Train". Und natürlich ist auch Funkelfix wieder dabei, das angeblich "kleinste Kino der Welt".

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Insgesamt also ein "Fest mitten im Alltag", wie die Veranstalter es nennen. Zu erleben sind rund 45 Künstler aus 18 Compagnien und neun Ländern, vom 7. bis 9. Juli täglich von 15 bis 22 Uhr. Programm: schaubudensommer.de

Titelfoto: Bildmontage: Amac Garbe, André Wirsig

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