Schauspielerin Mirjam Köfer kämpft in Dresden für trauernde Kinder

Dresden - Nichts erschüttert das Leben eines Kindes so sehr wie der Tod eines geliebten Menschen. Wenn Vater, Mutter oder ein Geschwisterkind sterben, benötigen viele Kinder und Jugendliche Hilfe. Das Trauerzentrum "Lacrima" (lat.: Träne) gewährt sie. Die Schauspielerin und Radiomoderatorin Mirjam Köfer (47) ist neue Schirmherrin des Dresdner des Zentrums auf der Stephensonstraße in Leuben.

Derzeit arbeiten 13 Trauerbegleiter bei Lacrima. Sie haben mit den Kindern die Erinnerungskerzen gebastelt, die Mirjam Köfer (47) angezündet hat.
Derzeit arbeiten 13 Trauerbegleiter bei Lacrima. Sie haben mit den Kindern die Erinnerungskerzen gebastelt, die Mirjam Köfer (47) angezündet hat.  © Eric Münch

"Der Verlust eines geliebten Menschen ist das Furchtbarste, was einer kleinen Seele widerfahren kann und Heilung ist ein langer Prozess, bei dem keiner allein gelassen werden sollte", sagt Mirjam. Dabei will die Tochter von DEFA-Legende Herbert Köfer (100) helfen.

"Das Thema Krankheit und Tod sind für mich nicht neu. Ich engagiere mich auch im Sonnenstrahl-Verein, der sich um krebskranke Kinder und deren Familien kümmert. Bei Lacrima werde ich mich zur ehrenamtlichen Trauerbegleiterin ausbilden lassen."

Und Mirjam tut noch mehr. "Als ich auf die Schirmherrschaft angesprochen wurde, hatte ich sofort die Idee eines Spendenlaufes." Vom 16. bis 18. April zählt jeder Kilometer. Ob 2,5 Kilometer oder Halbmarathon - jeder kann sich online unter my.raceresult.com beim "Beneflitz" anmelden. Startgebühr: fünf Euro. Der Erlös kommt Lacrima zugute.

"Aktuell begleiten wir 27 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene - wegen Corona leider nur digital. Wir hoffen, das wir ab Mai wieder unsere 14-tägigen Treffen anbieten können", sagt Projektleiter Robert Dietsche (60).

Mirjam Köfer (47) und Robert Dietsche (60) zeigen das "Beneflitz"-Trikot. Mirjam will sogar mit einer zehnköpfigen Laufgruppe antreten.
Mirjam Köfer (47) und Robert Dietsche (60) zeigen das "Beneflitz"-Trikot. Mirjam will sogar mit einer zehnköpfigen Laufgruppe antreten.  © Eric Münch

Vom Erlös des Spendenlaufes sollen neue, ehrenamtliche Trauerbegleiter ausgebildet werden. "Außerdem erwägen wir, Suizid-Hinterbliebene in einer eigenen Trauergruppe zu begleiten. "Denn deren Anzahl steigt leider", so Dietsche.

Titelfoto: Eric Münch

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