"Schwere Erkrankung": Sächsischer Ex-Regierungssprecher ist tot

Dresden - Trauer um bekannten CDU-Politiker: Der sächsische Ex-Regierungssprecher Michael Sagurna ist tot.

Michael Sagurna (†70) ist nach schwerer Krankheit zum Wochenbeginn verstorben. (Archivfoto)
Michael Sagurna (†70) ist nach schwerer Krankheit zum Wochenbeginn verstorben. (Archivfoto)  © Petra Hornig

Er starb am Montag im Alter von 70 Jahren, teilte seine Familie mit. "In den letzten Jahren hat er eine schwere Erkrankung still und würdevoll getragen - mit einer Haltung, die uns täglich Vorbild war", hieß es in der Erklärung.

Sagurna stammte aus Paderborn und studierte in Göttingen und Bonn Kommunikationswissenschaften und Jura. Später arbeitete er als Journalist. Sachsens erster Regierungschef nach der Wende, Kurt Biedenkopf (†91), hatte ihn 1991 als Regierungssprecher nach Dresden geholt. Sagurna galt als wichtiger Berater Biedenkopfs.

"Anfang der 1990er-Jahre, in einer Zeit des politischen und gesellschaftlichen Neuanfangs, prägte er als Regierungssprecher maßgeblich das öffentliche Bild der jungen sächsischen Staatsregierung", erklärte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU).

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Sagurna habe Politik erklärt und eingeordnet, "oft leise im Ton, aber klar in der Sache". Sachsen verliere mit Sagurna eine prägende Stimme der Nachwendezeit, so Kretschmer.

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Auf Bundesebene war der Christdemokrat im Jahr 2005 vorübergehend auch als Regierungssprecher unter der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (71, CDU) im Gespräch. Später wechselte er von 2013 bis 2019 in die Medienaufsicht.

Titelfoto: Petra Hornig

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