Sie wollten eigentlich eine Bar eröffnen: Das Wurst-Imperium der Curry-Schwestern

Dresden - Bei ihnen geht es um die Wurst: Seit 20 Jahren verkaufen die Schwestern Susanne (49) und Simone Meyer-Götz (44) im Imbiss "Curry & Co." auf der Louisenstraße die wohl besten Würste und Pommes der Stadt – das haben die Geschwister sogar schwarz auf weiß. Dabei wollten sie in der Neustadt ursprünglich eine Bar eröffnen.

"Aus Liebe zur Wurst" – das ist seit 20 Jahren der Slogan von Susanne (49, l.) und Simone (45) Meyer-Götz.
"Aus Liebe zur Wurst" – das ist seit 20 Jahren der Slogan von Susanne (49, l.) und Simone (45) Meyer-Götz.  © Norbert Neumann

"Doch Bars gab es damals schon genug. Unser Papa sagte, was ihm fehle, sei ein Currywurst-Imbiss", erinnert sich Susanne an den Anfang. Die Eltern steuerten 40.000 Euro Startkapital bei.

"Das haben wir brav zurückgezahlt", lachen Simone und Susanne heute. Mittlerweile haben die Schwestern und ihre Mitarbeiter in der "Louise" rund 750.000 Currywürste und 950.000 Portionen Pommes verkauft.

In allen Läden summiert sich die Zahl auf etwa 1,8 Millionen Würste: verspeist als Klassiker gebrüht oder geräuchert, als Rind-, Geflügel- oder vegane Wurst. Heute bewirtschaften die Schwestern zwei Imbisse – das Franchise-Konzept in Chemnitz, Leipzig, Pirna, Weimar und Hannover bewährte sich nicht.

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Eine Erfolgsgeschichte ist es trotzdem: Die Schwestern sahnten beispielsweise den Sächsischen Designpreis (2007) und den Dresdner Marketingpreis (2013) ab. Der TV-Sender Kabel Eins adelte ihre Pommes als die besten Pommes Deutschlands und die Currywurst als die Nummer eins in Sachsen.

In der Louisenstraße begann 2006 die Erfolgsgeschichte von "Curry & Co.". Ein zweiter Imbiss findet sich am Schillerplatz.
In der Louisenstraße begann 2006 die Erfolgsgeschichte von "Curry & Co.". Ein zweiter Imbiss findet sich am Schillerplatz.  © Norbert Neumann
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Jana Wiesemann (51) gehört zu den Mitarbeitern der ersten Stunde. Sie kochte früher alle Soßen selbst.
Jana Wiesemann (51) gehört zu den Mitarbeitern der ersten Stunde. Sie kochte früher alle Soßen selbst.  © Norbert Neumann

Eine "Tatort Dresden"-Folge wurde in und am "Curry & Co." gedreht

Im Dresden-Tatort "Katz und Maus" wird Martin Brambach als Leiter der Mordkommission am "Curry & Co." entführt.
Im Dresden-Tatort "Katz und Maus" wird Martin Brambach als Leiter der Mordkommission am "Curry & Co." entführt.  © MDR/MadeFor/Marcus Glahn

160 "Nachtschicht"-Talkfolgen drehte Dresden Fernsehen im Neustadt-Imbiss. Viele Promis, darunter von der Band "01099" und Topmodel Nadja Auermann, ließen sich die Currywürste bereits schmecken.

Und die sind kriminell gut: Eine "Tatort Dresden"-Folge wurde 2021 in und am "Curry & Co." gedreht. "TV-Kommissar Martin Brambach war als Vegetarier total froh, dass es vegane Currywürste gab", erzählt Susanne, die im Krimi auch kurz zu sehen ist. "Ich hätte so gern mit ihr getauscht, aber ich war zur Drehzeit leider im Campingurlaub", bedauert Simone.

Kurios: Bruder Stefan, Mitinhaber der "Veganen Fleischerei", startet deutschlandweit durch – doch seine Schwestern beliefert er nicht. "Wir haben schon vegane Würste angeboten, da gab es sein Unternehmen noch gar nicht. Auch wenn wir unseren Bruder lieben: Wir sind unserem Lieferanten treu geblieben."

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Übrigens: Das "Curry & Co."-Jubiläum wird vom 17. bis 19. März mit einer Tombola gefeiert. 1000 Lose warten auf Kunden. Jedes Los gewinnt.

Titelfoto: Fotomontage: Norbert Neumann

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