So will Sarrasani "die Chefin" zum Muttertag verzaubern

Dresden - "Die Chefin" - so nennt Magier André Sarrasani (48) ehrfürchtig seine Mutter. Denn Ex-Artistin und Ex-Direktorin Ingrid Stosch-Sarrasani (87) steht trotz ihres hohen Alters noch immer dem 1902 gegründeten Familienunternehmen, ihrem Sohn, seiner Lebensgefährtin Edith (43) und den Enkeln Satin (16) sowie Noah (6) mit Rat und Tat zur Seite.

Nicht nur zum Muttertag trägt André Sarrasani (48) seine Mama Ingrid (87) auf Händen.
Nicht nur zum Muttertag trägt André Sarrasani (48) seine Mama Ingrid (87) auf Händen.  © Norbert Neumann

"Sie ist unser bester Ratgeber. Sagt uns oft: Denkt doch mal in die andere Richtung. Sie hat einen anderen Blick und eine andere Herangehensweise", ist André dankbar.

Grund genug, die Chefin (nicht nur) am Muttertag zu feiern. "Am Sonntag werden wir sie mit einem Frühstück überraschen. Mit Rührei und frisch gepresstem Orangensaft. So wie wir das früher immer gemacht haben", erinnert sich André.

Die Blumen sucht Noah aus. Auch andere Traditionen leben in der Corona-Wartezeit neu auf.

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"Wir gehen viel spazieren. Und wir spielen wieder viel Karten", sagt André. Mit Noah Maumau. Mit den Großen Rommé. "Aber da zockt uns Oma immer ab", lacht Satin. "Gerade bringe ich Noah Schach bei", verrät Ingrid Sarrasani am gemütlichen Kaffeetisch bei einem Stück Möhrentorte.

Draußen grünt es, zwitschern Vögel, streicht die Katze der Nachbarn über die Terrasse - erst im Sommer sind alle Sarrasanis von der Johannstadt nach Radebeul umgezogen.

Ein Küsschen für die Oma: Ingrid Sarrasanis (87) kleinster größter Verehrer ist ihr Enkel Noah (6).
Ein Küsschen für die Oma: Ingrid Sarrasanis (87) kleinster größter Verehrer ist ihr Enkel Noah (6).  © Norbert Neumann
André Sarrasani (48) gönnt sich mit seiner Mutter Ingrid (87) ein Stück Möhrentorte. Wenn keiner guckt, auch mit Sahne.
André Sarrasani (48) gönnt sich mit seiner Mutter Ingrid (87) ein Stück Möhrentorte. Wenn keiner guckt, auch mit Sahne.  © Norbert Neumann

"Das Tolle daran ist, dass wir auch für die Chefin eine Wohnung in Rufweite bekommen haben, keine 100 Meter entfernt", sagt André. Ingrid Sarrasani lächelt zufrieden: "Ich kann mich als Mama nicht beschweren ..."

Titelfoto: Norbert Neumann

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