Was der "Palais Sommer"-Chef mit dem Italienischen Dörfchen plant

Dresden - Seit drei Jahren sind die Türen des Restaurants "Italienisches Dörfchen" geschlossen. Das könnte sich nun ändern. Die "KFA Kultur für alle gGmbH" - Betreiber des Kulturfestivals "Palais Sommer" - hat Pläne für Sanierung und Nutzung des 1911 erbauten, denkmalgeschützten Gebäudes.

Ein echtes Kleinod in absoluter Toplage. Schon bald soll das Ensemble am Theaterplatz wiederbelebt werden.  © Petra Hornig

Hintergrund: Die Stadt Dresden ist Eigentümerin der Immobilie, hatte diese aber 1993 im Erbbaurecht an die Altmann GbR verpachtet. Der Gastrobetrieb erwies sich für das Hamburger Unternehmen als nicht mehr rentabel, dringend anstehende Sanierungsarbeiten blieben aus.

Mit Zustimmung der Stadt verkauft die Altmann GbR das Erbbaurecht an die KFA. Deren Nutzungskonzept hat überzeugt. "Es schenkt den Dresdnern einen attraktiven neuen Erlebnis- und Begegnungsort mit Anziehungskraft", bestätigt Baubürgermeister Stephan Kühn.

Wie sieht das Konzept aus? Das Gebäude soll gemeinsam mit Kooperationspartnern in einen gemeinwohlorientierten Kultur-, Gastronomie- und Veranstaltungsort umgewandelt werden - zum "Konzerthaus" mit Kunstsalon, Galerie mit Café-Bar für zeitgenössische Kunst, Vorträgen, Musikreihen, Hochzeiten und Firmenveranstaltungen.

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Der große und kleine Kaffeesaal sowie die Weinstube werden wieder gastronomisch genutzt.

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Spenderzertifikate sollen Öffnung des Hauses finanzieren

Festival-Macher Jörg Polenz (62) will das "Italienische Dörfchen" mit Kultur wiederbeleben.  © Petra Hornig

"Wir wollen das Haus zu einem Ort der Gemeinschaft, der Kunst und Kultur weiterentwickeln. Im ersten Schritt stoppen wir den Verfall: Notwendige Reparaturen werden sofort durchgeführt, um eine schnelle Öffnung zu ermöglichen", so KFA-Geschäftsführer Jörg Polenz (62). "Schon Anfang 2027 soll wieder echtes Leben in das Haus einziehen."

Die Öffnung des Hauses soll durch den Verkauf von Spendenzertifikaten bürgerschaftlich getragen werden. Rund 1,5 Millionen Euro sind für die erste Sanierungsphase veranschlagt, die den Verfall stoppen soll.

Die Stadt verzichtet in dieser Phase auf den Erbbauzins. Für weitere 3,5 Millionen Euro soll bis Ende 2028 das Haus renoviert werden.

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