Zum 200. Geburtstag: "Conditorei Kreutzkamm" gewährt Einblick in den Rezepte-Schatz

Dresden/München - Im nächsten Jahr feiert die traditionsreiche "Conditorei Kreuzkamm" ein großes Jubiläum. Vor 200 Jahren - anno 1825 - eröffnete Heinrich Jeremias Kreutzkamm in der Dresdner Moritzstraße eine Konditorei mit Ladengeschäft.

Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller (57) zeigt stolz ihr Backbuch zum Conditorei-Jubiläum.
Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller (57) zeigt stolz ihr Backbuch zum Conditorei-Jubiläum.  © Eric Münch

Heute wird das Unternehmen in fünfter Generation - mit drei Cafés in München und Dresden - von Elisabeth Kreuzkamm-Aumüller (57) geführt. Zum Jubiläum schenkt sie sich und ihren Gästen das erste "Original Kreutzkamm Backbuch".

Darin gibt es auf über 200 Seiten in Retro-Optik nicht nur die beliebtesten Rezepte von Gugelhupf bis Rosinenstollen, sondern es wird ebenfalls die Familien- und Unternehmensgeschichte erzählt, die seit 1950 auch in München geschrieben wird.

Als die Mauer fiel, wollte Friederike Kreutzkamm die Tradition in Dresden neu beleben - sie schickte ihre Tochter Elisabeth 1991 in den Osten.

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"Ich kam direkt vom Studium aus New York, ich sollte und wollte nur ein halbes Jahr bleiben", erinnert sich Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller.

Das ganze Buch ist im Retrolook der 50er- und 60er-Jahre "gestylt".
Das ganze Buch ist im Retrolook der 50er- und 60er-Jahre "gestylt".  © Eric Münch
Das "Café Kreutzkamm" am Altmarkt hält eine große Theke mit Torten und Gebäck bereit.
Das "Café Kreutzkamm" am Altmarkt hält eine große Theke mit Torten und Gebäck bereit.  © Eric Münch
Elisabeths Großvater Max Kreuzkamm leitete das Unternehmen von 1890 bis 1926.
Elisabeths Großvater Max Kreuzkamm leitete das Unternehmen von 1890 bis 1926.  © Archiv Kreutzkamm

Kreutzkamm schreibt Erfolgsgeschichte

1873 wird Kreutzkamm "Königlicher Hoflieferant" und darf seither das Königlich-Sächsische Wappen tragen - zu sehen an der Fassade am Café am Altmarkt.
1873 wird Kreutzkamm "Königlicher Hoflieferant" und darf seither das Königlich-Sächsische Wappen tragen - zu sehen an der Fassade am Café am Altmarkt.  © Archiv Kreutzkamm

Über 30 Jahre samt Familie mit vier Kindern wurden bis heute draus. Zur Konditorei, deren Geschäftsführung sie 2019 von ihrer 86-jährigen Mutter übernahm, gesellte sich schon in den 90er-Jahren das Backhaus Dresden.

Kreutzkamm schreibt (die) Erfolgsgeschichte: "Neun Monate habe ich an dem Buch gearbeitet. Als ich es das erste Mal fertig in Händen hielt, habe ich geheult", sagt Elisabeth Kreutzkamm-Aumüller glücklich.

"Mein Lieblingsgebäck ist auch drin: helle Mandelsplitter." Das Backbuch gibt's für 39,95 Euro in allen Cafés, im Buchhandel und online unter: kreutzkamm.de.

Titelfoto: Eric Münch

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