Airbus A380: Jumbojet aus Los Angeles ist in Dresden gelandet

Dresden - Am Freitagmorgen war es wieder einmal so weit: Nach langer Zeit landete ein Airbus A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas am Dresdner Flughafen.

9.55 Uhr: Der Airbus A380 von Qantas setzt überpünktlich am Dresdner Flughafen auf.
9.55 Uhr: Der Airbus A380 von Qantas setzt überpünktlich am Dresdner Flughafen auf.  © Max Patzig

Für zehn Uhr war die Landung der Maschine aus Los Angeles erwartet. Bei einer Reisezeit von 11,5 Stunden rechneten einige Flugzeugbegeisterte am Airport Dresden International schon mit reichlich Verspätung. Doch die Australier schafften genau das Gegenteil: Der Abflug in Kalifornien fand fast eine halbe Stunde später statt. In Dresden setzten die Piloten jedoch fünf Minuten vor der Zeit auf.

Einer der Flugzeugfans vor Ort war der 25-jährige Florian L. aus Dresden. Er studiert an der TU Wirtschaftsingenieurwesen und interessiert sich für Flugzeuge - vor allem für die großen.

"Ich finde es atemberaubend, was die Technik heute alles ermöglicht", schwärmte er über den Airbus A380, der kurz zuvor aufsetzte und nun zu einer ersten Parkposition rollte.

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"Maschinen dieser Größe habe ich bisher nur im Fernsehen gesehen. An Flughäfen stehen sie nur in seltenen Fällen", erklärte Florian, warum er am Freitagmorgen an einer Fototour teilnahm, die der Flughafen für Interessierte organisierte.

Seit Corona hat sich die Lage gar verschärft. Kaum eine Airline setzte noch die Jumbos ein, in denen knapp 500 Personen Platz finden.

A380 wird bei Elbe Flugzeugwerken für die Zukunft fit gemacht

Florian L. (25) sah erstmalig einen Airbus A380.
Florian L. (25) sah erstmalig einen Airbus A380.  © Max Patzig

Mehrere Fluggesellschaften motteten die XXL-Flieger ein, parkten sie etwa auf Flugzeugfriedhöfen und an Flughäfen.

So auch Qantas. Zwei Maschinen, die im vergangenen Jahr in Dresden zur Generalüberholung waren, hoben im August und September wieder ab - in Richtung Victorville, einem der größten Friedhöfe für Flugzeuge auf der Welt.

Die am heutigen Freitag gelandete Maschine soll nun bei den Elbe Flugzeugwerken (EFW) modernisiert werden. Sitze, Elektronik und weitere Einrichtung werden erneuert und auf den neusten Stand gebracht.

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Der Jet soll wie die zwei aus dem Vorjahr nach dem Ende der Pandemie weiter Touristen nach Australien fliegen.

Wann der Qantas-A380 die sächsische Landeshauptstadt wieder verlässt, ist derzeit unklar. Die Arbeiten benötigen stets unterschiedlich viel Zeit.

Die insgesamt 1600 Mitarbeiter kümmern sich bei den EFW zudem um zwei weitere Maschinen, die momentan in Dresden zu Frachtflugzeugen umgebaut werden.

11,5 Stunden waren anberaumt für die Strecke von Los Angeles an der US-Westküste nach Dresden.
11,5 Stunden waren anberaumt für die Strecke von Los Angeles an der US-Westküste nach Dresden.  © Screenshot/Flightradar24

Flughafen-Führung ein Highlight für viele

Nach einer Runde über dem Vorfeld positionierte sich die Maschine auf einer Außenposition.
Nach einer Runde über dem Vorfeld positionierte sich die Maschine auf einer Außenposition.  © Max Patzig
Rund 30 Flugzeugfans kamen zur "Jumboliner Fototour". Sie konnten direkt auf dem Vorfeld vor der gigantischen Maschine stehen und Fotos aufnehmen.
Rund 30 Flugzeugfans kamen zur "Jumboliner Fototour". Sie konnten direkt auf dem Vorfeld vor der gigantischen Maschine stehen und Fotos aufnehmen.  © Max Patzig
Nach der Landung stand die Qantas-Crew für Fragen zur Verfügung.
Nach der Landung stand die Qantas-Crew für Fragen zur Verfügung.  © Max Patzig

An der "Jumboliner Fototour" des Dresdner Flughafens nahmen rund 30 Personen teil. Alle knipsten fleißig Fotos, manche filmten auch. Nicht bei jeder Landung einer solchen Maschine gibt es das Angebot. Umso besonderer war es am Freitag, als die Gruppe bis auf wenige Meter vor dem A380 stehen durfte.

Als überraschenden Abschluss des gut einstündigen Programms kam sogar die Crew des Elf-Stunden-Fluges zu den Flugzeug-Fans und stand für Fragen zur Verfügung. Es sei das erste Mal, dass etwas Derartiges passierte, deshalb waren selbst die Flughafen-Mitarbeiter davon begeistert. Normalerweise ziehen sich die Piloten sofort zurück und checken im Hotel ein.

Für Florian L. hat sich der Trip nach Klotzsche gelohnt: "Es war eine schöne Tour", resümiert er. Endlich hat er die größte Passagiermaschine der Welt in Aktion gesehen.

Diese Fototour war indes nur eines von vielen Angeboten des Flughafens. Wer sich dafür interessiert, kann auch hinter die Kulissen schauen oder zum Sonnenuntergang über das Flughafenvorfeld fahren.

Titelfoto: Max Patzig

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